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Martin Luthers Thesen veränderten die Kirche

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erstellt am 29.Okt.2012 | 06:07 Uhr

Morgen ist erst Mittwoch. Und trotzdem haben alle Kinder in MV, Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt an diesem Tag schulfrei. Der Grund dafür ist Martin Luther.

Er war Theologe, also jemand, der die Lehre der katholischen Kirche - eine andere gab es damals noch nicht - studiert hat. Und er war mit vielen Dingen darin nicht einverstanden. Den Menschen, die damals an Gott glaubten, wurde zum Beispiel versprochen, dass ihnen alle schlechten Taten vergeben werden - ohne, dass man sie beichten, also erzählen, muss. Die Kirche verdiente damit viel Geld. Martin Luther störte aber zum Beispiel auch die Übermacht des Papstes. Er wollte das und noch einiges mehr ändern. Insgesamt hatte er 95 Dinge aufgeschrieben, die sogenannten Thesen. Es heißt, dass er diese am 31. Oktober 1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt hat. Ob das stimmt, ist aber umstritten.

Auf jeden Fall fanden nicht alle Kirchenvertreter gut, was er vorschlug. Weil er aber bei seinen Forderungen blieb, wurde er aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Außerdem wurde er für vogelfrei erklärt. Das bedeutet, jeder hätte ihn töten können. Er versteckte sich deshalb für einige Zeit auf der Wartburg bei Eisenach. Dort übersetzte er auch die Bibel aus dem Lateinischen ins Deutsche.

Aber nicht alle fanden Martin Luthers Ideen schlecht. Der Gedanke, etwas zu erneuern, man sagt auch reformieren, wurde im Laufe der Jahre immer stärker. So schlossen sich die Anhänger Luthers zur evangelisch-lutherischen Kirche zusammen und spalteten sich damit von der katholischen Kirche ab. Und weil Martin Luther mit seinen Vorschlägen für Reformen, also Veränderungen, das alles angestoßen hat, heißt der 31. Oktober Reformationstag und ist ein Feiertag - allerdings nur in den Bundesländern, in denen es mehr Menschen mit evangelischem Glauben gibt als Menschen mit katholischem Glauben.

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