Leguan blinzelt in die UV-Lampe

<strong>Der Grüne Leguan</strong> kommt ursprünglich aus Südamerika. <foto>Katharina Roese</foto>
Der Grüne Leguan kommt ursprünglich aus Südamerika. Katharina Roese

svz.de von
08. März 2013, 05:09 Uhr

Der Grüne Leguan liegt ganz entspannt auf seinem Baumstamm, sonnt sich unter der UV-Lampe, die sein Terrarium auf konstanten 20 Grad Celsius hält. So warm ist in Südamerika, wo er herkommt auch. Weil der Leguan ein wechselwarmes Tier ist, braucht er die konstante Wärme. Der Leguan lebt in der Natur in den Baumwipfeln der Tieflandwälder und in der Nähe größerer Gewässer. Im Zoo Schwerin indes teilt sich der eindrucksvolle Geselle ein Terrarium mit den kleinen Weißbüscheläffchen. Während der Leguan bewegungslos auf einem Baumstamm ruht, toben die Äffchen um ihn herum. Das rührt ihn nicht. "In der Natur teilen diese Arten sich auch einen Lebensraum", sagt Katrin Otterbeck-Meyer und lacht als ein Affe um den Leguan herumtobt.

Der große Grüne bewegt sich nicht. Nur seine Augen folgen den Zoo-Besuchern aufmerksam. Jetzt im Winter wecken Besucher oft seine Aufmerksamkeit. "Im Sommer, wenn so viele das Südamerika-Haus besuchen, sind Menschen ja nichts besonderes. Aber derzeit kann man sich sicher sein, dass er einen genau beobachtet", sagt die Zoo Mitarbeiterin.

Der Leguan kann eine Länge von bis zu zwei Metern erreichen. Ist er auf der Flucht, lässt er sich oft von überhängenden Ästen direkt ins Wasser fallen. Denn er ist ein guter Schwimmer und kann sich somit außer Reichweite seiner Feinde bringen. Außerdem hat der Grüne Leguan noch einen Trumpf den er ausspielen kann: Droht ihm direkte Gefahr, schmeißt er seinen langen Schwanz ab und bringt sich schnell in Sicherheit.

Trotz der in ihrem Lebensraum lauernden Gefahren, können Leguane erstaunlich alt werden, nämlich bis zu 25 Jahre. Und sie sind Vegetarier: Ihre Nahrung besteht ausschließlich aus Pflanzen und Blättern. Wegen der Abholzung der südamerikanischen Regenwälder ist der Grüne Leguan in seiner Existenz bedroht.

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