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Kunst mit Entenschnabel

Das ist der Sänger Elvis Presley – aber als Ente.
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Das ist der Sänger Elvis Presley – aber als Ente.

Bei der Ausstellung „Duckomenta“ erlauben sich Künstler einen Spaß: Sie malen berühmte Bilder nach – mit Ente!

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02. Juni 2017, 23:37 Uhr

Nur noch ein paar Pinselstriche, dann ist das Gemälde fertig. Zu sehen ist darauf ein Mann mit Bischofsmütze und edlem Gewand. In den Händen hält er eine Kirche, als wäre sie ein Puppenhaus. Das Bild sieht aus wie ein Kunstwerk aus dem Mittelalter.

Aber nanu: Am Bildrand steht ja eine Ente! Die erinnert an Donald Duck! Was hat der denn auf dem Gemälde verloren? Das Bild mit dem Mann und der Kirche ist schließlich Hunderte von Jahren alt. Man kann es – ohne Comic-Ente – in einer Kirche in der Stadt Hamburg anschauen.

Der Künstler Ommo Wille hat es nachgemalt und eine Ente hineingezaubert. Er nimmt berühmte Gemälde als Idee zum Nachmalen. Aber eben nicht haargenau, sondern mit einem Unterschied: den Enten.

Ommo Wille sitzt in seiner Werkstatt und vollendet gerade die letzten Feinheiten seines Bildes. Auf seinem Schreibtisch liegen Farbtuben, Pinsel und mehrere aufgeschlagene Kunst-Lexika. In denen macht sich der Künstler über die Werke schlau, die er nachmacht. „Es ist gar nicht so einfach, solche Bilder zu malen“, erklärt Ommo Wille.

Der Künstler informiert sich über jede Kleinigkeit, die in den Original-Gemälden zu sehen ist. Zum Beispiel die Kleider, die die Leute tragen. Oder die Landschaft im Hintergrund. Und natürlich beachtet Ommo Wille auch die Mal-Technik, mit der die Bilder in der damaligen Zeit gemacht wurden. „Ich muss verstehen, was sich der Maler bei seiner Arbeit gedacht hat“, sagt Ommo Wille.

Natürlich muss er auch die Ente in das Bild einbauen. Oft malt er dazu Enten-Gesichter anstelle der Menschen-Gesichter des Originals. Oder er versteckt kleinere Enten im Bild.

Diesen Spaß mit berühmten Kunstwerken erlaubt sich Ommo Wille mit ein paar Künstlerkollegen. Schon seit vielen Jahren stellen sie gemeinsam ihre lustige Enten-Kunst aus, bei einer Ausstellung, die „Duckomenta“ heißt. Duck bedeutet übersetzt Ente.

Sein aktuelles Gemälde mit dem großen Bischof hat Ommo Wille für die kommende Ausstellung angefertigt. Gut sechs Wochen hat er dafür gebraucht. „Es ist nicht damit getan, Gesichter zu verschnabeln“, sagt der Maler. Der gesamte Körperbau des Menschen muss an die Ente angepasst werden.

Mit seinen Schnabeltieren will Ommo Wille Besucher an das Thema Kunst heranführen. Die können sich über die Figuren amüsieren, und gleichzeitig die tatsächlichen Kunstwerke kennenlernen.

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