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Komische Klingelstreiche

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svz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 09:57 Uhr

"Hier wohnt einer von der CDU", flüstert der junge Mann Lars Klingbeil zu. Lars Klingbeil ist Abgeordneter im Bundestag und gerade in seinem Wahlkreis unterwegs. Er ist von der SPD.

Lars Klingbeils Helfer heißt Florian. Die beiden gehen von Tür zu Tür und klingeln überall. Ein paar Häuser weiter raunt Florian: "Hier brauchen wir nicht zu klingeln, der ist noch bei der Arbeit." Ja, aber was sollen diese komischen Klingelstreiche denn überhaupt?

Der Abgeordnete Klingbeil und sein Helfer Florian machen Hausbesuche. Manche Politiker machen so etwas öfter, besonders vor einer Wahl. Sie wollen mit den Hausbewohnern reden und sie auf die Wahl hinweisen. Deswegen laufen sie nach dem Klingeln auch nicht weg und verstecken sich - wie bei einem richtigen Klingelstreich. Sie bleiben stehen und versuchen, mit den Leuten zu sprechen.

Weil Florian sich in dem Ort auskennt, geht er mit und gibt Tipps. Er hilft seinem Abgeordneten im Wahlkampf für die Bundestagswahl am 22. September. Es gibt viele Wahlkampfhelfer wie Florian, und zwar in allen Parteien. Sie machen das freiwillig. Andere Parteien sind zum Beispiel Die Grünen, Die Linke, die FDP oder die Piratenpartei.

An diesem Tag läuft Florian ungefähr zwei Stunden lang mit Lars Klingbeil durch die Straßen. Manchmal erkennen die Leute den Abgeordneten und freuen sich. Einmal schlagen sie ihm die Tür vor der Nase zu. Meist sind sie aber nett. Ob durch die Hausbesuche mehr Leute Lars Klingbeil wählen, ist schwer zu sagen. Florian hofft es. Denn er möchte, dass sein Abgeordneter die Wahl gewinnt.

Doch es gibt noch viele andere Aufgaben, die Wahlkampfhelfer im Wahlkampf haben. Dazu gehört zum Beispiel auch, einen Infostand zu betreuen. So einen Stand kann man jetzt oft auf Plätzen und Straßen sehen. Dort kann sich jeder Bürger zum Beispiel darüber informieren, was die Parteien für die Menschen tun wollen.

Aber egal, was die Helfer machen, eines ist bei allen gleich: Sie müssen eine Menge Zeit haben. Florian hat Glück. Er will im Herbst anfangen zu studieren und hat bis dahin jede Menge Zeit.

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