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Kleine Schauspieler im Federkleid

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svz.de von
erstellt am 25.Apr.2012 | 01:49 Uhr

Viele Kinder haben zu Hause einen Vogel. Wellensittiche gehören dabei zu den beliebtesten fliegenden Haustieren. Kein Wunder, denn sie sind sehr unterhaltsam.

Es kann jedoch auch passieren, dass sie plötzlich auf dem Käfigboden liegen und tot sind. Meist erkannten die Halter vorher nicht, dass sie krank waren. Das ist nämlich gar nicht so einfach. Wellensittiche sind gute Schauspieler. Das müssen sie in der Wildnis auch sein. Da dürfen sie keine Schwäche zeigen. Sonst würden andere Tiere das gleich ausnutzen und sie jagen. Bei Wellensittichen geht das sogar so weit, dass kranke Vögel von ihren eigenen Artgenossen ausgestoßen oder umgebracht werden, damit das kranke Tier keine Fressfeinde anlockt, die dem Vogelschwarm gefährlich werden könnten.

Bis sich ein kranker Piepmatz anmerken lässt, dass mit ihm etwas nicht stimmt, muss es ihm ganz schön miserabel gehen. Das Kerlchen also immer gut beobachten und wenn etwas nicht stimmt, sollte man am besten gleich zum Tierarzt gehen. Nicht erst morgen. Dann kann es schon zu spät sein.

Wie aber lässt sich ein kranker Sittich erkennen? Wenn er müde und aufgeplustert auf seinem Stängchen herumsitzt, zum Beispiel, und kaum auf die Umwelt reagiert. Manchmal wippt er mit dem Schwanz oder lässt die Flügel hängen, kippt sogar herunter. Oft schafft er es auch gar nicht mehr vom Boden nach Oben zu klettern.

Nicht immer aber ist es so eindeutig, dass etwas nicht stimmt. Deswegen sollte man als Tierhalter immer genau auf das Fressverhalten achten. Frisst oder trinkt der Vogel weniger als sonst, geht es ihm nicht gut. Oder würgt er Schleim oder Körner hoch? Auch am Kot lässt sich erkennen, ob der Wellensittich gesund ist. Wird der dünnflüssig, schaumig oder sogar blutig, gleich zum Tierarzt gehen! Dasselbe gilt, wenn man Atemgeräusche hört, der Vogel zu Krämpfen neigt oder Wunden hat. Auch vom Federkleid lässt sich auf das Wohlergehen des gefiederten Freundes schließen.

Am besten ist es immer, der Vogel wird gar nicht erst krank. Um dem vorzubeugen, gilt es einiges zu beachten, zum Beispiel die Ernährung. Das handelsübliche Futter bietet das meiste, was Vögel brauchen. Es darf nur nicht zu alt sein und nicht feucht gelagert werden. Salat oder ein wenig Obst dazu sind gesund. Aber immer gut waschen und danach trocknen lassen. Sonst gibt’s Bauchweh. Äpfel am besten schälen und vom Salat nicht die äußeren Blätter füttern. Da sind zu viele Schadstoffe drin.

Auch der Standort des Käfigs muss stimmen. Er soll hell und geschützt stehen, nicht aber am Fenster oder auf dem Boden. Zugluft tut den Tieren nicht gut.

Ab und zu sollte der Sittich auch im Zimmer fliegen. Aber immer nur unter Aufsicht, damit er nicht etwa an Stromkabeln herumknabbert. Vorsicht auch bei Fensterscheiben: Er könnte dagegen fliegen. Wichtig ist außerdem, mehr als nur einen Vogel zu halten. Einer langweilt sich alleine, denn der Mensch kann keine Artgenossen ersetzen.

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