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Tierwelt : In der Kälte zu Hause

Ihr dickes Fell hält Polarfüchse im Winter warm.
Ihr dickes Fell hält Polarfüchse im Winter warm.

Polarfüchse leben in Eis und Schnee. Kalt ist ihnen trotzdem nicht – ihr dickes Fell hält sie warm.

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04. Februar 2020, 17:03 Uhr

Was für eine Reise! Eine Polarfüchsin ist durch Eis und Schnee von Norwegen bis nach Kanada gewandert. Das sind etwa 3500 Kilometer. Die Strecke ist so weit, als würden wir vom Norden Europas bis ganz in den Süden laufen. Die Füchsin war auch noch sehr schnell dabei. Für diesen langen Weg brauchte sie nur etwa zweieinhalb Monate.

Das haben Forscher aus Norwegen vergangenes Jahr herausgefunden. Dazu legten sie der Polarfüchsin ein Halsband um. Mit diesem Halsband verfolgten sie ihre Bewegungen. Der Weg führte das Fuchsweibchen auch über das Meer. Norwegen und Kanada liegen beide nah am Nordpol. Zwischen beiden Ländern liegt aber Wasser. Das ist größtenteils gefroren, weil es im hohen Norden bitterkalt ist. So konnte die Polarfüchsin über das Eis wandern. Vielleicht hat sie sich sogar mit den Eisschollen treiben lassen.

„Das wundert mich nicht. Polarfüchse können sehr lange Strecken zurücklegen“, sagt Tanja Boss. Sie kümmert sich im Zoo Osnabrück um Polarfüchsin Lisa und ihre acht Jungen. „Polarfüchse wandern, wenn zu viele von ihnen in einem Gebiet sind und dort nicht genug Futter ist“, sagt die Expertin.

Polarfüchse fressen gerne Fisch und Fleisch, zum Beispiel Küken, Lemminge, Ratten, Mäuse oder kleine Kaninchen. „Aber sie sind auch Obstfresser – im Herbst fressen Polarfüchse gerne Beeren“, sagt die Expertin. Im hohen Norden wachsen sehr viele davon.

Die Polarfüchse fressen sich so eine Fettreserve für den Winter an. „Im Winter kann es schon mal zwei oder drei Tage dauern, bis sie eine Maus unter der Eis- und Schneeschicht ausgebuddelt haben“, sagt die Expertin. Dazu nutzen die Tiere ihre langen Krallen.

Gegen Regen und Kälte sind Polarfüchse gut geschützt. „Im Winter sind Polarfüchse drei Mal so dick wie im Sommer“, sagt Tanja Boss. Das liegt aber nicht daran, dass sie zu viel gefuttert haben. Es liegt am dicken Fell. Auch an den Pfoten schützt die Füchse das Fell gegen Kälte und Nässe. Und sogar die Ohren sind von innen behaart. Wenn es mal regnet, perlt die Nässe auch vom Fell ab. „Das Wasser kommt nie auf die Haut“, sagt die Fachfrau. Das sind also super Voraussetzungen für ein Leben im kalten Norden.

Autorin: Katharina Heimeier, dpa

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