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Tierwelt : Ideen für den Leoparden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Schneeleopard ist gefährdet. Zwei Freundinnen haben sich Gedanken gemacht, wie sie helfen können.

Die beiden Mädchen Adelya und Gulsinat wohnen in Kirgistan. Das ist ein Land in Asien mit sehr vielen Bergen. In der Heimat der beiden lebt auch ein besonderes Tier: der Schneeleopard. Die Freundinnen sind stolz darauf, dass es ihn in Kirgistan gibt. Adelya ist sieben Jahre alt und Gulsinat neun.

Von normalen Leoparden unterscheidet Schneeleoparden das flauschige Winterfell und der lange, buschige Schwanz. Den braucht der Schneeleopard, um das Gleichgewicht zu halten, wenn er von Fels zu Fels springt. Wenn es frostig kalt ist, wärmt er sich damit sogar die Nase. Adelya sagt: „Der Schneeleopard hat ein schönes Fell. Es leuchtet in der Sonne.“

Vor vielen Jahren gab es in Kirgistan noch mehr als tausend Schneeleoparden, jetzt sind nur noch ein paar hundert übrig. Denn wegen des schönen Fells haben die Menschen Jagd auf die Tiere gemacht. Dazu kommt, dass etwa durch die Umweltverschmutzung der Lebensraum der Schneeleoparden zerstört wird. Um etwas für den Schneeleoparden zu tun, haben Adelya und Gulsinat einen Ferientag mit einer Expertin des Naturschutzbundes Deutschland verbracht. Auch andere Kinder waren dabei. Gemeinsam haben sie überlegt, wie sie etwas für die Umwelt und die Schneeleoparden tun können.

Jedes Kind hat seine Ideen auf einen Zettel geschrieben und sie an eine Tafel gehängt. Zum Beispiel: „Wer einen Schneeleoparden tötet, muss ins Gefängnis.“ Oder: „Wir müssen immer unseren Müll aufheben.“

Über ihre Ideen können die Kinder nun mit anderen sprechen, zum Beispiel mit ihrer Familie. Dann denken vielleicht immer mehr Menschen daran, ihren Müll nicht einfach auf die Straße zu werfen.

Etwa zur gleichen Zeit wie die Kinder haben sich auch Politiker Gedanken über den Schneeleoparden gemacht. Vertreter aus zwölf Ländern Asiens trafen sich dafür in Kirgistan. Dort vereinbarten sie zum Beispiel, neue Nationalparks zu schaffen. Das sind Flächen, die speziell geschützt werden. Dort könnten Schneeleoparden in Ruhe leben. Außerdem wollen die Politiker mehr gegen den verbotenen Handel mit dem Fell der Schneeleoparden tun.

Sie hoffen, dass es so bald wieder mehr der Tiere gibt. Vielleicht kann man sie dann auch öfter beobachten. Bisher hat Gulsinat noch nie einen Schneeleoparden in echt gesehen – nur im Fernsehen und auf Bildern.

Autorin: Adriane Lochner

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