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Sport : Hüpfen, rennen, klettern

Sport muss nicht blöd sein, sondern kann auch richtig Spaß machen!
Sport muss nicht blöd sein, sondern kann auch richtig Spaß machen!

Ständig muss man sitzen: in der Schule, beim Essen, im Bus. Dabei ist es viel besser, sich zu bewegen!

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06. Dezember 2019, 17:41 Uhr

Musstest du schon einmal ein Gedicht auswendig lernen und bist dabei herumgelaufen? Das machen viele Leute gerne. Sie finden, dass sie sich so das Gedicht besser merken können.

Der Sport-Professor Lars Donath erklärt warum: Es tue uns gut, uns zu bewegen, sagt er. Der Körper und das Gehirn würden durchblutet und besser mit Nährstoffen versorgt. „Denn wir Menschen waren mal Affen. Um Essen zu beschaffen, mussten wir auf die Bäume klettern und uns die ganze Zeit bewegen.“ Heute aber sitzen wir ständig, in der Schule, im Auto, vor dem Fernseher. „Aber unser Körper hat sich noch nicht umgestellt, er braucht Bewegung“, sagt Herr Donath.

Experten der Weltgesundheitsorganisation empfehlen, dass Kinder und Jugendliche jeden Tag mindestens eine Stunde Sport machen sollten.

Eine neue Studie hat nun herausgefunden: Das schaffen nur wenige der 11- bis 17-Jährigen! In Deutschland bewegen sich nur zwei von zehn Jungen genug. Bei den Mädchen war es sogar nur eins von zehn.

Warum machen aber so viele Kinder und Jugendliche kaum Sport? Das Problem seien oft die Eltern, sagt Lars Donath. Sie würden häufig denken, dass ihre Kinder das nicht könnten. Oder sie hätten Angst, dass die Kinder sich verletzten. Viele hätten sich selbst als Kinder wenig bewegt.

Herr Donath hat einen Tipp. „Wenn man immer wieder sagt: Ich kann das, ich will das, gib mir eine Chance, dann werden die Eltern das zulassen.“ Wer häufig Sport macht, bei dem werden die Muskeln und das Herz gekräftigt. Aber auch das Gehirn wird besser durchblutet! „Man kann sich dann besser konzentrieren“, sagt Lars Donath. „Und man ist auch ausgeglichener und kann Stress besser verarbeiten, die Noten werden sogar in den meisten Fällen besser.“

Herr Donath rät, einfach mal verschiedene Sportarten auszuprobieren, egal ob Fußball, Turnen, Klettern, Rudern oder was ganz anderes. Auch könnte man mit Freunden ein Abkommen schließen, etwa immer zusammen mit dem Fahrrad in die Schule zu fahren. „Alle können sich bewegen, egal wie sie aussehen“, sagt er. „Wer dick ist und sich bewegt, ist viel besser dran, als jemand dünnes, der sich nicht bewegt.“

Autoren: Fabian Nitschmann und Doreen Garud, dpa

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