Heizmatten für die Kapuzineraffen

<strong>Der Kapuzineraffe </strong>lässt sich trotz kalter Finger sein Gemüse schmecken. <foto>Katharina Roese</foto>
Der Kapuzineraffe lässt sich trotz kalter Finger sein Gemüse schmecken. Katharina Roese

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08. März 2013, 05:49 Uhr

Thyson ist der Chef der Affenbande im Schweriner Zoo. Seinen Namen hat der Kapuzineraffe bekommen, weil er in einem Kampf seinem Gegner ins Ohr biss - genau wie der Boxer. Manchmal kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen den 20 Kapuzineräffchen, die in einem Gehege zusammen leben. Doch meist sind die nur 30 bis 60 Zentimeter großen Affen recht friedlich.

Ursprünglich kommen die Kapuzineräffchen aus Südamerika. Hier leben sie in ganz unterschiedlichen Arten von Wäldern: In den tropisch-feuchten Regenwäldern sowie wie in trockenen Laub- oder Gebirgswäldern.
Sie sind tagaktiv, klettern durch das Geäst und hangeln sich auf allen Vieren durch die Baumkronen. Manchmal hängen sie - nur mit ihrem langen Schwanz an einem Ast festgeklammert - im Baum. Dies tun sie vorallem gern beim Fressen. Nachts klettern die Äffchen in die ganz hohen Bäume, um vor Jägern geschützt zu sein. In der Natur werden die Kapuzineraffen zwischen 25 und 30 Jahre alt. Im Zoo können sie sogar 50 Jahre erreichen.

Im Schweriner Zoo haben die Affen ein großes Außengehege mit vielen Ästen, Seilen und Felsen. Hier toben sie auch im Winter. "Die Kälte ist für die zarten Tiere schon manchmal unangenehm", sagt Katrin Otterbeck-Meyer vom Zoo Schwerin. "Besonders wenn ihre Finger feucht werden. Dann kann das beim Klettern weh tun." Damit die Affen sich zwischen den Kletterpartien aufwärmen können, liegen in Kisten Heizmatten bereit. "Die schalten wir bei Bedarf ein", sagt die Zoo-Mitarbeiterin. Außerdem gibt es natürlich einen beheizten Stall in dem die Tiere bei zu großer Kälte, oder wenn sie ihre Ruhe haben möchten, sein können.

Jetzt wo der Frühling beharrlich näher rückt und die Temperaturen wieder steigen, werden die Kapuzineraffen sehr viel agiler. Sie gehören übrigens zu den intelligentesten sogenannten Neuweltaffen, einer Verwandtschaftsgruppe der Primaten.

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