Das Thema : Harte Arbeit statt Schule

Manchmal müssen Kinder auch schwere Sachen tragen, um ein bisschen Geld zu verdienen.
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Manchmal müssen Kinder auch schwere Sachen tragen, um ein bisschen Geld zu verdienen.

Am Sonntag ist der Welttag gegen Kinderarbeit. Wir geben euch Antworten auf häufige Fragen.

svz.de von
10. Juni 2016, 23:26 Uhr

In der heißen Sonne auf dem Feld schuften. Sich alleine um alle Dinge in einem großen Haus kümmern. Das ist schon für Erwachsene ziemlich harte Arbeit. Doch in einigen Ländern der Welt müssen Kinder solche Jobs machen. Auf dieses Problem soll der Welttag gegen Kinderarbeit an diesem Sonntag aufmerksam machen.

Warum arbeiten Kinder in manchen Ländern?

Die meisten müssen ihren Familien dabei helfen, Geld zu verdienen. Die Erwachsenen bekommen oft nicht genug für ihre Arbeit, um davon das Essen und die Miete zu bezahlen. „Kinderarbeit ist ein Problem der ärmsten Familien“, sagt Experte Rudi Tarneden. Er arbeitet für eine große Kinder-Hilfsorganisation.

Welche Jobs machen die Kinder denn?

Ganz verschiedene: Die meisten arbeiten in der Landwirtschaft, sagt der Fachmann. Andere verkaufen an kleinen Ständen Obst und Gemüse. In manchen Ländern schuften viele Mädchen als Haushaltshilfen. „Besonders furchtbar sind Arbeiten, die Kinder körperlich und seelisch richtig kaputtmachen“, sagt Rudi Tarneden. Damit meint er Arbeit unter schlimmen Bedingungen, etwa in Bergwerken oder Goldminen.

Was ist das grösste Problem?

Oft können die Kinder, die arbeiten müssen, nicht zur Schule gehen. Das bedeutet: Sie lernen nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. Deshalb können diese Kinder später auch keinen Beruf lernen, in dem sie mehr verdienen würden. Sie bleiben also arm – und ihre Kinder müssen vielleicht auch wieder arbeiten.

Was kann man gegen Kinderarbeit tun?

Das Wichtigste ist, dafür zu sorgen, dass die Erwachsenen genug für die Familie verdienen. Dann können die Kinder zur Schule gehen. „Und das müssen gute Schulen sein. Damit die Kinder dort etwas Vernünftiges lernen“, sagt der Fachmann. Nur dann können die Kinder später genug zum Leben verdienen.

Autorin: Alexandra Stober

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