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Fred und Frode sind schon wieder topfit

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Braunbären halten in der kalten Jahreszeit Winterruhe. Frode und Fred, die beiden Bären aus dem Güstrower NUP sind allerdings bereits seit Anfang Februar wach und in ihrem Freigehege zu erleben.

svz.de von
erstellt am 26.Feb.2013 | 02:33 Uhr

Was machen Braunbären eigentlich im Winter? Sie halten keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe. Das ist ein großer Unterschied: Beim Winterschlaf wird der Stoffwechsel weit heruntergefahren. Dies ist bei der Winterruhe nicht der Fall. Hier schlafen die Bären viel und fressen wenig - ihr Energiebedarf ist reduziert. Winterruhe haltende Tiere wachen aber mehrmals während des Winters auf, um Beute zu suchen oder von ihren Vorräten zu fressen.

In Naturparks und Zoos haben die Bären die Gelegenheit, sich im Winter in einen mit Stroh ausgefüllten Stall zu kuscheln und dort ihre Winterruhe zu halten. Wasser und Futter werden ihnen zwar angeboten, doch sie fressen in dieser Zeit sehr wenig. Das Vollfuttern haben sie bereits im Spätsommer und im Herbst erledigt und sich so ihren Winterspeck angefressen. In dieser Zeit nehmen Braunbären bis zu 50 Kilogramm zu. Ihr Lieblingsfutter sind Früchte, Fisch, Gemüse und Fleisch.

Wann die Braunbären sich in die Winterruhe zurückziehen, das regelt die Natur: Sobald sie sich genügend Winterspeck angefressen haben, um den Winter mit wenig Nahrung zu überstehen, und die Tage kürzer werden, kuscheln sie sich in ihre Höhlen. Je nach Helligkeit und Tageslänge sind die Bären auch wieder wach. Werden die Tage länger und die Sonne scheint stärker, ist es Zeit aufzustehen.

Fred und Frode, die Braunbären des Natur- und Umweltparks Güstrow, sind bereits top-fit. Ihnen ist es im Moment zu warm zum Schlafen. Bereits seit Anfang Februar sind die Zwei im Freigehe zu sehen, spielen und genehmigen sich sogar dann und wann ein kühles Bad im Graben.

Die Bären im Schweriner Zoo, Claudia und Vica, schlafen noch. Sie liegen eingekuschelt in ihrer Stroh-Höhle und nur dann und wann schaut - ganz leise auf Zehenspitzen - ein Pfleger nach den beiden Braunbärdamen. Leise muss er sein, weil die Tiere jederzeit aufwachen könnten - und das ist gefährlich.

Denn Braunbären gehören zu den größten an Land lebenden Raubtieren. Und sie haben einen sehr gut ausgeprägten Geruchssinn. Er ist etwa 100.000 Mal feiner als die Nase des Menschen. Die Bären können in der Natur 20 bis 30 Jahre alt werden.

Früher lebten Braunbären auch in Deutschland doch hier sind die Raubtiere schon seit langem nicht mehr zu finden. Ihr Lebensraum waren große und ausgedehnte Wälder. Dadurch, dass der Mensch immer mehr in die Wälder eindrang und seinen Lebensraum ausweitete, mussten die großen Tiere zurückweichen. Zudem wurden sie viel gejagt.

Der letzte deutsche Braunbär soll angeblich 1835 im bayerischen Ruhpolding getötet worden sein. Erst 2006 wurde wieder ein Bär in Deutschland gesichtet. Er bekam den Namen "Bruno". Doch weil er sich Dörfern näherte und Schafe riss, wurde Bruno, nach vielen Versuchen ihn lebend zu fangen, getötet.

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