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Interview : „Es ist eine tolle Aufgabe“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bibiana Steinhaus ist die erste Schiedsrichterin in der Fußball-Bundesliga. Wir haben mit ihr gesprochen.

Ab sofort hat sie mit Superstars wie Robert Lewandowski und Marco Reus zu tun. Seit dieser Saison pfeift Bibiana Steinhaus in der Fußball-Bundesliga – und das als erste Frau. David Kluthe erzählte sie, warum es ihrer Meinung nach bislang keine andere Frau in die Bundesliga schaffte.

Was macht Ihnen als Schiedsrichterin besonders Spaß?

Bibiana Steinhaus: Es ist eine tolle Aufgabe, für Fairplay zu sorgen. Mir macht es Woche für Woche großen Spaß, darauf zu achten, dass sich alle Spieler an die Regeln halten. Manchmal kommt es vor, dass ein Spieler sich nicht an die Vorgaben hält. Dann muss ich auch mal eine gelbe oder rote Karte zeigen.

Warum hat es bis zu dieser Saison noch keine Schiedsrichterin in die Bundesliga geschafft?

Die Bundesliga ist eine der besten Ligen der Welt. Auch nicht jeder Fußballer schafft es, für einen Erstliga-Club aufzulaufen. Es gehören Arbeit, Fleiß und Talent dazu. Hoffentlich wird bald auch eine zweite oder dritte Schiedsrichterin in der Bundesliga pfeifen. Das wäre toll.

Wie ist es für Sie, die einzige Schiedsrichterin in der Bundesliga zu sein?

Ich pfeife in der Bundesliga, weil meine Leistungen stimmen – nicht, weil ich eine Frau bin. Das ist ein wichtiger Unterschied. Wenn ich dadurch ein Vorbild für junge Mädchen bin, würde mich das natürlich freuen.

Schiedsrichter werden manchmal beschimpft oder beleidigt. Haben Sie so etwas auch schon mal erlebt?

An eine konkrete Situation kann ich mich spontan nicht erinnern. Auf dem Fußballplatz geht es natürlich emotional zu, da rutscht einem Spieler mal schnell ein flotter Spruch über die Lippen. Meist geschieht so etwas jedoch spontan und ohne Hintergedanken.

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