Tausende Bücher in den Regalen : Eine besondere Bibliothek

Jannik Mulvad arbeitet in einer sehr modernen Bibliothek.
Jannik Mulvad arbeitet in einer sehr modernen Bibliothek.

Viele Menschen stellen sich Bibliotheken so vor / Es geht aber auch anders

svz.de von
29. Dezember 2016, 09:00 Uhr

Schon von außen sieht die Bibliothek besonders aus. Fast wie ein Raumschiff aus der Zukunft. Und innen geht es noch verrückter zu: Spielekonsolen, eine Lego-Ausstellung und Computer in jeder Ecke. Nur Bücher sieht man auf den ersten Blick nicht.

Das sei aber kein Grund sich zu wundern, sondern völlig normal für eine moderne Bibliothek, findet Jannik Mulvad. Er und sein Team arbeiten im „Dokk1“. So heißt die öffentliche Bibliothek in der Stadt Aarhus in unserem Nachbarland Dänemark. „Wir lieben hier Bücher, aber Bücher allein machen noch keine gute Bibliothek aus“, findet Jannik.

Für ihn und sein Team steht fest: In Bibliotheken soll man vor allem Spaß haben. Und das am besten mit seinen Freunden. Deshalb ist es im Dokk1 normal, dass sich Leute einmal die Woche in der Pokémon-Werkstatt treffen, um Sammelkarten zu tauschen. Kinder und Erwachsene lachen auch zusammen laut oder turnen in Gymnastikräumen. Besucher können zudem auf einem virtuellen Klavier spielen, das erklingt, wenn man auf eine der Tasten springt.

Im gesamten Gebäude gibt es nur einen einzigen Raum, in dem man komplett leise sein muss. Der ist vor allem für Studenten, die sich konzentrieren wollen. Ansonsten gilt: In einer Bibliothek sollte es nicht still sein. „Am besten lernt man in einer Umgebung, in der man sich wohlfühlt“, sagt Jannik. „Und dieses Wohlfühlen macht nun einmal häufig Lärm!“ So etwas soll die Bibliothek besonders für junge Leute interessant machen.

Zwar ist die Bibliothek jetzt schon fortschrittlich, aber die Arbeit für Jannik ist nicht vorbei. Schließlich werden jedes Jahr neue Technologien entwickelt. „Also müssen wir uns auch immer weiterentwickeln“, sagt er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen