Wohnen : Ein Zimmer für zwei

Jade (v.l.), Sheyla und Minou albern im Zimmer von Sheyla und Jade rum.
Jade (v.l.), Sheyla und Minou albern im Zimmer von Sheyla und Jade rum.

Geschwister teilen sich ein Zimmer – das ist oft schön, kann aber auch nerven. Wir haben drei Schwestern gefragt.

svz.de von
20. Februar 2018, 23:04 Uhr

„Das ist mein Zimmer!“ Minou stößt eine Tür auf. Dahinter befinden sich ein Schreibtisch, ein Schrank und ein Hochbett. Das Zimmer ist zwar nicht das größte, aber es ist Minous erstes eigenes Zimmer. „Früher habe ich mir ein Zimmer mit Sheyla geteilt“, erzählt sie. „Und als Jade geboren wurde, waren wir sogar zu dritt in einem Zimmer.“

Minou, Sheyla und Jade sind Schwestern. Minou ist zehn, Sheyla sieben und Jade fünf Jahre alt. Außerdem haben sie noch einen älteren Bruder. Er ist 14 Jahre alt. Und dann sind da ja noch die Eltern. Die Familie besteht also aus sechs Personen und wohnt in einer 4-Zimmer-Wohnung. Da kann nicht jeder ein eigenes Zimmer haben.

Momentan sieht die Zimmer-Verteilung so aus: Minou und ihr älterer Bruder haben jeder ein eigenes Zimmer. Das Schlafzimmer der Eltern ist gleichzeitig auch das Wohnzimmer. „Jade und ich teilen uns ein Zimmer“, erklärt Sheyla. Dafür haben die beiden das größte Zimmer – mit viel Platz zum Spielen. Es gibt zwei Hochbetten und sogar ein Klettergerüst. „Das ist mein Bett“, sagt Sheyla und zeigt auf das rechte. „Und das ist meins“, ruft Jade und rennt auf das linke zu.

Beide haben ihren eigenen Bereich im gemeinsamen Zimmer. Jade hat die Wand über ihrem Bett mit selbst gemalten Bildern geschmückt. Gerade bastelt sie an einem bunten Schmetterling.

Falls du dir auch ein Zimmer mit einem Geschwisterteil teilst, weißt du bestimmt: Das ist oft schön, kann aber auch mal nerven. Das Schöne daran: „Man ist immer zusammen und muss nachts keine Angst haben“, sagt Jade. „Und man kann immer sofort spielen“, ergänzt Sheyla.

Dabei ist es völlig normal, dass es mal kracht. Auch wenn Sheyla das Gegenteil behauptet: „Neeeein, wir streiten uns niiiie“, sagt sie und lacht. Und wie ist das, wenn eine von euch Freunde zu Besuch hat? Darf die andere dann auch mitspielen? „Nicht immer“, sagt Sheyla. „Jade will zwar immer mitspielen, aber manchmal muss man da ein bisschen fies sein.“

Minou findet es gut, dass sie jetzt ihr eigenes Zimmer hat. „Ich bin ja schon etwas älter. Manchmal vergessen die anderen, dass ich auch mal meine Ruhe brauche“, sagt sie. „Zum Beispiel wenn ich Hausaufgaben machen muss.“ Allerdings verbringt die Zehnjährige immer noch gerne Zeit im Zimmer von Sheyla und Jade. Dort wird geklettert und gespielt. „Und am Wochenende komme ich auch manchmal morgens rüber und lege mich zu Jade ins Bett“, sagt sie. Denn egal, ob man sich nun ein Zimmer teilt oder nicht – zusammen spielen und kuscheln kann man trotzdem.

Autorin: Insa Kohler

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