Kinderseite_Logo_962px.JPG

Welt-Mädchentag : Ein Tag als Oberchefin

Sandy Botros in einem Büro des UN-Flüchtlingshilfswerks in Genf.
Sandy Botros in einem Büro des UN-Flüchtlingshilfswerks in Genf.

Sandy hat bei den Vereinten Nationen kurz mal einen hohen Posten übernommen.

von
22. Oktober 2018, 15:45 Uhr

Sandy Botros ist erst seit drei Jahren in Deutschland. Die Schülerin und ihre Familie flüchteten aus dem Irak, weil es dort immer wieder zu Kämpfen und Gewalt kommt. Mittlerweile ist Sandy 19 Jahre alt und lebt in Hamburg. Sie spricht fließend Deutsch und geht in die elfte Klasse. Vor Kurzem durfte sie für einen Tag den Job eines wichtigen Beamten bei den Vereinten Nationen übernehmen. Er leitet bei der Organisation Hilfseinsätze für Flüchtlinge in aller Welt. Auch in anderen Bereichen durften sich Mädchen als Chefs ausprobieren. Das Ganze hat mit dem gestrigen Welt-Mädchentag zu tun.Mit der Aktion will sich die Kinderhilfsorganisation Plan International dafür einsetzen, dass mehr Mädchen und Frauen wichtige Aufgaben übernehmen, zum Beispiel in Firmen. David Kluthe hat Sandy gefragt, wie sie sich als Chefin gefühlt hat.

Warum sollten mehr Mädchen mitentscheiden?

Sandy: Mädchen haben eine andere Sicht als Jungs. Frauen können also neue Sachen einbringen, die den Männern vielleicht gar nicht einfallen. Ich finde es wichtig, bei Entscheidungen eine männliche und eine weibliche Sicht zu haben. Mädchen können sehr erfolgreich sein, wenn man ihnen die Chance dazu gibt.

Wie war es, die Aufgaben des Beamten zu übernehmen?

Ich habe an dem Tag alles gemacht, was der Mann so macht. Ich habe kleine Treffen zum Thema Flüchtlinge geleitet und ich musste erzählen, wie meine Sicht ist, was mir wichtig ist und was nicht. Ich habe Telefonate aus verschiedenen Ländern angenommen.

Wie war das für dich?

Alles, was ich gemacht habe, war sehr neu für mich. Es war auf jeden Fall sehr stressig und anstrengend. Auch weil ich Englisch sprechen musste, also nicht meine Muttersprache. Aber die Aufgaben waren sehr spannend und ich hatte ein gutes Gefühl, so eine Rolle zu übernehmen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen