Computer : Ein Spiel entwickeln

Simone und Caroline entwickeln in ihrer Freizeit ein Computerspiel.
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Simone und Caroline entwickeln in ihrer Freizeit ein Computerspiel.

In ihrer Freizeit haben Caroline und Simone zusammen mit anderen ein Computerspiel entworfen.

svz.de von
14. Mai 2017, 23:02 Uhr

Am Anfang lief in dem Computerspiel noch eine Prinzessin über den Würfel. Auf dem Weg zu ihrem Schloss musste sie Schlüssel einsammeln. Doch von dieser Geschichte ist heute nicht mehr viel übrig.

Die Prinzessin ist mittlerweile ein Astronaut, das Schloss eine Rakete. Und die Schlüssel wurden zu Kristallen. Die Idee mit dem Würfel ist geblieben. Sie ist sogar der wichtigste Teil von „Cubiverse“. So heißt ein Computerspiel für Tablets, das in letzter Zeit gleich mehrere Preise gewonnen hat.

In diesem Fall steckt allerdings keine große Computerspiele-Firma dahinter. Eine Gruppe von Studenten hat das Spiel entwickelt.

Caroline Flesch und Simone Mändl gehören zu den Entwicklern. Geld verdienen Caroline, Simone und ihre Kollegen damit noch nicht.

Dafür haben sie andere Jobs. „Wir arbeiten alle für Spielefirmen“, erzählt Caroline. An „Cubiverse“ werkeln sie in ihrer Freizeit. Im Sommer soll es das Spiel als App für ein paar Euro zu kaufen geben.

In der Geschichte geht es um den kleinen Astronauten Euler. Seine Rakete wurde von Meteoriten getroffen. Nun braucht sie neue Energie, um wieder abzuheben. Dafür muss Euler Kristalle aufsammeln. Jedes Level spielt auf einem anderen Planeten. Besser gesagt: auf einem anderen Würfel. Dieser Würfel sieht immer etwas anders aus, funktioniert aber immer gleich. Mit den Fingern lässt er sich auf dem Bildschirm in alle Richtungen drehen.

Vielleicht kommt dir das Ganze aus dem echten Leben bekannt vor: vom Zauberwürfel. Er besteht aus kleineren Würfeln mit verschiedenen Farben. Ziel ist es, auf jeder Seite des Würfels nur noch eine Farbe zu haben. Dafür müssen die Spieler die einzelnen Ebenen des Würfels hin und her drehen.

So ähnlich läuft das auch bei „Cubiverse“. Nur dass man hier mit den Fingern am Tablet am Würfel dreht. So räumt man Euler den Weg zu den Kristallen und seiner Rakete frei.

Damit es nicht langweilig wird, gibt es Hindernisse und kleine Rätsel zu lösen. „Ein gutes Spiel muss den Spieler fesseln“, sagt Caroline.

Sie ist bei „Cubiverse“ für die einzelnen Level zuständig. Wenn sie ein neues Level entwirft, arbeitet sie sogar mit einem richtigen Würfel aus Legosteinen.

Gerade stellten die Entwickler ihr Spiel auf einer Messe in Berlin vor. Bei den großen Firmen konnten Besucher Spiele vor riesigen Plakaten an großen Bildschirmen ausprobieren. Bei den Entwicklern von „Cubiverse“ gab es das nicht. Ein Tisch, ein Tablet – und schon konnte das Spiel losgehen!

Autor: David Kluthe

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