Ein Rastplatz für Piepmätze

<strong>Dieses Rotkehlchen hat sich gerade im Futterhäuschen gestärkt </strong>und ist nun bereit zum Abflug. Wenn ihr das Vogelhäuschen so aufstellt, dass ihr es zum Beispiel vom Fenster aus gut im Blick habt,  könnt ihr die Tiere  gut beobachten. <foto>Carsten Rehder/dpa</foto>
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Dieses Rotkehlchen hat sich gerade im Futterhäuschen gestärkt und ist nun bereit zum Abflug. Wenn ihr das Vogelhäuschen so aufstellt, dass ihr es zum Beispiel vom Fenster aus gut im Blick habt, könnt ihr die Tiere gut beobachten. Carsten Rehder/dpa

svz.de von
15. Januar 2013, 11:20 Uhr

Hurra, es schneit. Naja, ein bisschen zumindest. Zum Schlittenfahren reicht die weiße Pracht in unserer Region noch nicht. Vögeln aber bereitet das Wetter dagegen schon Probleme. Im Winter, wenn der Boden hart gefroren ist und Schnee fällt, finden sie nur schwer oder nichts zu fressen. Aber der Mensch kann ihnen helfen und sie füttern.

Weil die Tiere aber eine Weile brauchen, bis sie wissen, wo es was zu holen gibt, sollte man nicht erst anfangen, wenn es stark schneit. Zwischen November und Ende Februar kann gefüttert werden, empfiehlt der Naturschutzbund Deutschland. Der wird "Nabu" abgekürzt und ist eine Organisation, die sich um den Schutz der Natur, also beispielsweise von Tieren, Flüssen und Wäldern, kümmert.

Das Vogelhaus sollte ein Dach haben, und es sollte nicht hineinschneien, damit das Futter nicht nass wird. Eine gute Grundlage sind Sonnenblumenkerne. Diese mögen die meisten Singvögel. In fast jedem Laden gibt es im Winter fertige Futtermischungen zu kaufen. Amseln, Rotkehlchen und Zaunkönigen kann man auch Haferflocken, Rosinen und Obst zufüttern. Da aber sollte man das Futter jeden Tag wechseln, damit es nicht schlecht wird. Wir ihr einen Meisenknödel oder eine Futterglocke ganz einfach selbst herstellen könnt, erfahrt ihr unten auf dieser Seite.

Ein Häuschen, in dem die Vögel auf ihrem Futter herumlaufen und auch schon mal kackern, muss regelmäßig sauber gemacht werden. Sonst fressen die Tierchen das zugekotete Futter und werden krank. Wer sich den "Hausputz" sparen will, kann einen Futterautomaten kaufen. Da purzeln die Kerne nach unten raus und die Vögel picken sie auf. Sie können so nicht über das Futter laufen und "reinmachen".

Am besten hängt man das Vogelhäuschen so auf, dass man es gut sieht und selbst von den Vögeln nicht gesehen wird. Wer etwas Geduld hat, kann so den Tieren beim Futtern zuschauen. Beim Aufhängen oder Aufstellen solltet ihr darauf achten, dass das Häuschen so angebracht wird, dass Katzen es nicht erreichen können. Wichtig ist auch, dass das Häuschen nicht zu nah an einer Glasscheibe hängt. Gegen die könnten die Vögel nämlich prallen und sich verletzen, weil sie die nicht sehen. Man kann auch ein paar ausgeschnittene Vögel an die Fensterscheibe hängen. So erkennen die Piepmätze, dass da eine Scheibe ist.

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