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Serie : Ein kluger Gelehrter

Martin Luther war ein gläubiger Mann. Das Denkmal zeigt ihn.
Martin Luther war ein gläubiger Mann. Das Denkmal zeigt ihn.

Serie zur Reformation, Teil 2: Heute erfährst du mehr über die Person Martin Luther.

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07. Juni 2017, 10:19 Uhr

In diesem Jahr wird ein besonderes Jubiläum gefeiert. Der 500. Jahrestag der Reformation ist Anlass für die evangelische Kirche, sich auf den Mann zu besinnen, der in großem Maße die Reformation, also die Erneuerung, ausgelöst hat: Das war Martin Luther.

Der Reformator entstammte einer armen Familie. Doch kurz nach Martins Geburt im Jahre 1483 ziehen die Luthers von Eisleben nach Mansfeld, und der Vater arbeitet im Kupferbergbau. Bald verbessert sich die wirtschaftliche Lage der Familie. So kann der kleine Martin in Mansfeld die Lateinschule besuchen. Danach lernt er an der städtischen Pfarrschule in Eisenach. Im Jahr 1501 beginnt er ein Jurastudium an der Universität Erfurt.

Doch sein Weg zum Juristen endet abrupt. Während einer beschwerlichen Reise gerät er in ein heftiges Gewitter und sieht schon sein Ende nahen. Er betet zu Gott um Hilfe und gelobt, Mönch zu werden. Nachdem er tatsächlich verschont bleibt, tritt Luther im Jahr 1505 ins Kloster ein. Schon zwei Jahre später erhält er seine Priesterweihe. Der wissbegierige, fromme Mönch wird von seinem Orden 1508 nach Wittenberg zum Studium geschickt. Dort hat Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen gerade eine Universität gegründet. Luther wird Doktor der Theologie und hält selbst Vorlesungen. 1510 reist er im Auftrag seines Klosters nach Rom. Zu jener Zeit empört er sich noch nicht über die Zustände der Kirche, doch den Sittenverfall in Rom bekommt er hautnah mit.

Allerdings nimmt der Ablasshandel in Deutschland große Ausmaße an, und manch ein Bauer gibt seine letzte Münze für den Ablasszettel, um sich von seinen Sünden freizukaufen. Doch Luther weiß, dass nur innige Reue und aufrechte Buße richtig sind. Im Jahre 1517 wendet er sich in Wittenberg mit seinen Thesen öffentlich gegen den Ablasshandel. Das Volk steht zu Luther, der das Streben der katholischen Kirche nach Macht und Reichtum scharf kritisiert. Doch ein Kardinal schwärzt Luther in Rom an. Daraufhin fordert der Papst ihn auf, seine Thesen zu widerrufen. Da alle Drohungen nicht fruchten, verfasst der Papst eine Bannbulle gegen Luther, so wird er exkommuniziert, also aus der Kirche ausgeschlossen. Das war damals die höchste Kirchenstrafe.

Unterdessen ist der junge Habsburger Karl V. zum Kaiser gekrönt worden. Er will ein neues, starkes und geeintes Reich begründen. Der aufrührerische Mönch stört seine Pläne. Er lässt Luther zum Wormser Reichstag von 1521 vorladen. Dort soll er vor den Reichsfürsten seine Thesen widerrufen. Nach seiner Weigerung erklärt Karl V. den rebellischen Theologen zum Feind der Kirche und des Reiches. Der Reformator kann jedoch Worms verlassen, auf dem Heimweg nach Wittenberg verschwindet er spurlos.

Autor: Ronny Stein

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