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Interview : Die Mama überredet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für die deutschen Fußball-Frauen beginnt morgen die Europameisterschaft. Auch Isabel Kerschowski ist dabei.

Schnell laufen und weit springen konnte Isabel Kerschowski schon immer gut. Mit ihrer Schwester trainierte sie als Kind in einem Leichtathletikverein. Jeden Tag! Doch dann verletzte sich ihre Schwester. Heute spielt Isabel Kerschowski für die deutsche Nationalmannschaft im Fußball. Alexandra Stober erzählte sie, wie sie zum Fußball kam.

Wie war das damals mit dem Wechsel zum Fußball?

Isabel Kerschowski: Meine Schwester verletzte sich schwer am Knie. Da waren wir zwölf Jahre alt. Die Ärzte sagten erst, dass sie niemals wieder Leistungssport machen könne. Das war schlimm für sie. Das Knie heilte aber doch ganz gut, und wir haben angefangen zu kicken.

Und dann?

Wir wollten uns endlich vernünftige Fußballschuhe kaufen und sind in einen Laden nebenan gegangen. Der Besitzer kannte uns und hatte uns schon ein paar Mal beim Fußballspielen gesehen. Er fragte, ob wir nicht Lust hätten, im Verein zu spielen. Sie suchten Leute für eine neue Mädchen-Mannschaft. Monique und ich sagten, dass wir das erst mit unserer Mama besprechen müssten.

Wieso gerade mit ihr?

Weil sie nicht wollte, dass wir Fußball spielen. Sie hatte wirklich Angst, dass wir O-Beine davon bekommen. Der Mann aus dem Laden konnte sie aber überzeugen.

Danach ging alles ziemlich schnell: Wir spielten beide schon bald im Auswahlteam unserer Heimatstadt Berlin. Später in den Juniorinnen-Nationalmannschaften. Und ich schließlich auch in der Nationalmannschaft der Frauen.

Mit der Nationalmannschaft haben Sie sich auf die Europameisterschaft vorbereitet. Wie läuft eigentlich so eine Vorbereitung?

Die fing schon zu Hause an. Wir haben jeder einen Trainingsplan bekommen: Wie viel wir laufen und wie viel Krafttraining wir machen sollen.

Und was haben Sie mit der Mannschaft trainiert?

In einem Lehrgang haben wir viel mit dem Ball gemacht und Zweikämpfe geübt. Wichtig ist auch, als Team gut zusammenzufinden.

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