Die Königspython riecht mit der Zunge

<strong>Die Königspython</strong> ist die kleinste Riesenschlangenart die in Afrika  vorkommt.<foto>Katharina Roese</foto>
Die Königspython ist die kleinste Riesenschlangenart die in Afrika vorkommt.Katharina Roese

Die Würgeschlage, die sich Katrin Otterbeck-Meyer um den Arm wickelt ist noch klein - sie hat eine Länge von etwa 60 Zentimetern. Diese Schlangenart kann jedoch bis zu 1,20 Metern lang werden.

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08. März 2013, 05:30 Uhr

Die Würgeschlange windet sich langsam und anmutig über Katin Otterbeck-Meyers Arm. "Sie fühlt sich ganz weich und trocken an, gar nicht glibschig, wie man denkt", sagt sie und streicht dem Tier vorsichtig über den Körper. Die Mitarbeiterin des Schweriner Zoos passt genau auf in welche Richtung sie streicht. "Es ist wichtig, in die gleiche Richtung zu streichen, in welche die Schuppen wachsen", sagt sie. Sonst sei es für das Tier unangenehm.

Die Würgeschlage, die sich Katrin Otterbeck-Meyer um den Arm wickelt ist noch klein - sie hat eine Länge von etwa 60 Zentimetern. Diese Schlangenart kann jedoch bis zu 1,20 Metern lang werden. "Königspythons wachsen ihr Leben lang," sagt die Zoo-Mitarbeiterin. Drei bis vier Mal im Jahr werfen sie ihre zu klein gewordene Haut ab. Meist in einem Stück. Und sie können erstaunlich alt werden: in Gefangenschaft erreichen sie ein Alter zwischen 40 und 48 Jahren.

Schlangen haben einen guten Geruchssinn und zudem weitere Sinne, die sie auf der Jagd unterstützen. Die Königspython am Arm von Katrin Otterbeck-Meyer hebt langsam den Kopf und lässt ihre gespaltene Zunge aus dem Maul fahren. "Damit riechen Schlangen", erklärt die Zoo-Mitarbeiterin. "Aber keine Sorge, wir Menschen riechen nicht nach Maus", sagt sie und lacht. Mäuse isst die Schlange am liebsten.

Meist ist die Riesenschlange am Boden unterwegs, auf der Suche nach kleinen Säugetieren, die sie fressen kann. Im Schweriner Zoo bekommt sie Mäuse: "Alle 14 Tage wird sie mit Ein bis Zweien gefüttert", erzählt die Zoo-Mitarbeiterin. Zum Verdauen braucht die Python dann viel Zeit und Wärme. Ist es kalt, funktioniert die Verdauung der Schlange nämlich nicht.

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