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Tierwelt : Die fleißigen Bienen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute ist Weltbienentag: Die Insekten arbeiten perfekt zusammen – werden aber immer weniger.

Schon seit 5000 Jahren gelten Bienen als Nutztiere. Bevor wir Zucker hatten, war Honig das einzige Süßungsmittel. Zucker aus Zuckerrohr kam erst später zu uns durch Seefahrer.

Bienen brauchen Honig zum Überleben im Winter, um ihre Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Die Insekten arbeiten so wunderbar zusammen, dass sie in ihrer Gesamtheit wie ein einziges, großes Lebewesen wirken.

Der Bienenstaat besteht aus drei verschiedenen Wesensarten. Zuerst ist da die Königin, das Oberhaupt des Staates. Sie kann fünf Jahre alt werden und pro Tag bis zu 2000 Eier legen. Sie bekommt von Beginn an eine Sonderbehandlung und wird von den Arbeiterinnen ihr ganzes Leben lang mit dem besonderen Futtersaft Gelée Royale gefüttert.

Danach kommen die männlichen Drohnen. Auch sie werden von den Arbeiterinnen gefüttert, weil sie sich nicht selbst ernähren können. Ihre einzige Aufgabe ist es, die Königinnen zu befruchten. Danach sterben sie.

Der größte Teil des Bienenstaates besteht aus vielen Arbeiterinnen. Sie leben nur sechs Wochen und haben in der Zeit verschiedene Lebensaufgaben. Nachdem sie geschlüpft sind, arbeiten sie im Bienenstock. Zunächst müssen sie die Brutzellen reinigen. Danach füttern sie die hungrigen Larven. Aber auch andere Artgenossinnen werden gefüttert. Die Arbeiterinnen müssen den Bienenstock sauber halten, damit dieser nicht durch Pilze und Keime verseucht wird. Dazu säubern sie die Nester von Schmutz und verteilen „Propolis“ überall im Bienenstock. Ein Harz bestimmter Baumarten, das sie sammeln. Sie fügen dem Harz durch Speichel verschiedene Stoffe hinzu und so wird daraus ein fantastischer Wirkstoff gegen Bakterien und Keime.

Danach beginnt der Wabenbau. Die Wachsdrüsen am Hinterleib sondern Wachs ab, der mit Sekreten aus einer Munddrüse vermischt wird. Die Arbeiten werden immer mehr nach außen verlegt. Jetzt nehmen die Arbeitsbienen zurückkehrenden Bienen die gesammelten Pollen und den Nektar ab. Sie verfüttern ihn oder lagern ihn im Bienenstock ein. Dem Nektar wird noch Wasser entzogen, damit er nicht verdirbt. Mit Sekreten aus ihren Munddrüsen wird aus dem Nektar dann Honig.

Nach Verrichtung dieser Arbeiten, werden aus den Arbeiterinnen Wächterbienen. Sie halten sich am Einflugsloch auf und sichern den Bienenstock. Stachel und Giftblase am Hinterleib dienen zur Verteidigung. Leider muss die Biene sterben, wenn sie ihren Stachel eingesetzt hat.

Die Arbeiterinnen sind am Ende ihres Lebens auf Außendienst. Dann schwärmen sie täglich aus, legen 85 Kilometer zurück und fliegen an die 100 Blüten bei jedem Ausflug an. Gute Nahrungsquellen teilen sie den anderen ganz genau durch spezielle Tanzbewegungen mit. Die Bienen bestäuben Millionen von Blüten. Ohne sie hätten wir kein Obst und Gemüse. In den letzten Jahren kam es zu schlimmen Bienensterben. Eine Milbe greift die Bienenbrut an. Den Bienen muss dringend geholfen werden.

Autorin: Silvia Friedrich

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