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Kinderbuch-Serie : Die Abenteuer von Jim Knopf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Serie über Kindergeschichten, Teil 4: Die fantastische Welt des Michael Ende

Jim Knopf ist ein kleiner dunkelhäutiger Junge, der auf der winzigen Insel Lummerland lebt. Eines Tages reicht der Platz nicht mehr für alle Bewohner, also beschließt König Alfons, dass jemand gehen muss. Seine Wahl fällt auf Emma, die Lokomotive. Doch Jim kann dies nicht zulassen, denn Emma ist die beste Freundin von Lukas. Der wiederum ist auch sein bester Freund. Also verlassen die drei gemeinsam das Eiland. Emma hat sich nämlich in ein Schiff verwandelt. Alsbald beginnt für das Trio das große Abenteuer – zunächst im fernen China. Am Ende der Reise findet Jim einen Weg, um nach Lummerland zurückzukehren.

Die Geschichte begeistert seit vielen Jahren ganze Kindergenerationen. Ausgedacht hat sie sich Michael Ende. Er wurde 1929 in Bayern als Sohn eines Kunstmalers geboren und wuchs unter Schriftstellern und Künstlern auf. Schon als Kind schrieb er kleine Gedichte. Sein großer Wunsch war es, Theaterstücke zu schreiben. Da für ein Universitätsstudium das Geld fehlte, studiert er das Theaterhandwerk in München. Doch er wollte nicht Schauspieler werden, sondern so lernen, Theaterstücke zu schreiben. Doch an seinem ersten Stück war niemand interessiert.

Nachdem Michael Ende begeistert von einer Italienreise zurückgekehrt war, geisterte ihm ein Satz im Kopf herum: „Das Land, in dem Lukas, der Lokomotivführer, lebte, war nur sehr klein.“ Er tippte ihn mit der Schreibmaschine auf ein Blatt Papier, hatte aber noch keine Ahnung, wie die Geschichte weitergehen sollte. So ließ er sich von einem Einfall zum nächsten führen und entdeckte für sich das Schreiben als ein Abenteuer.

Die Geschichte entwickelte sich allmählich, die Handlung wurde vielschichtiger. Oft plagten ihn zwischendurch Zweifel, doch dann kam wieder ein rettender Einfall. Bald umfasste sein Werk 500 Seiten. Doch zunächst fand sich kein Verleger. Dann bekam Michael Ende den Tipp, sich an den K. Thienemanns Verlag in Stuttgart zu wenden. Die damalige Leiterin Lotte Weitbrecht nahm das Manuskript unter der Bedingung an, dass Michael Ende es umarbeitet, so dass zwei Bände entstehen.

1960 erschien der erste Band „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“. Michael Ende wurde dafür mit den Deutschen Jugendbuchpreis geehrt. 1962 folgte „Jim Knopf und die Wilde Dreizehn“.

Eine echte Siegesserie beginnt. Funk und Fernsehen bringen Serien nach den beiden Büchern, die Augsburger Puppenkiste führt das Stück erstmals auf. Es folgen Übersetzungen in viele Sprachen. Aufgrund seines Erfolges beendet Michael Ende seine Tätigkeit beim Bayerischen Rundfunk und widmet sich fortan ganz dem Schreiben. Es folgen Kinderbücher wie „Momo“, „Beelzebub“ oder „Die unendliche Geschichte“, aber auch Theaterstücke und Erzählungen. 1995 stirbt Michael Ende nach langer Krankheit in Stuttgart.

Autor: Ronny Stein

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