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Der zerstreute Tüftler feiert Geburtstag

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erstellt am 25.Apr.2012 | 01:08 Uhr

"Daniel Düsentrieb - Tüftler und Denkkanone - Erfindungen aller Art" steht auf dem Türschild. Hier geht es ins Labor des wohl berühmtesten Erfinders aller Zeiten: Daniel Düsentrieb.

Der Ingenieur aus Entenhausen stammt aus der Feder des Disney-Zeichners Carl Barks. Morgen vor 60 Jahren, am 22. April 1952, hatte Daniel Düsentrieb seinen ersten Auftritt. Er spielte eine Nebenfigur in der Geschichte "Eine peinliche Enthüllung" mit Donald Duck und dessen Vetter Gustav Gans. Damals hopste Düsentrieb auf einer Hüpfstelze durch fünf Comic-Bilder. Mithilfe der Stelze wollte er Butter herstellen. Das misslang ihm aber.

Daniel Düsentrieb ist ein gutmütiger, zerstreuter Erfinder. Ursprünglich sollte er nur manchmal in Entenhausen auftauchen. Aber bald war er so beliebt, dass er aus der Comic-Stadt nicht mehr wegzudenken war. Vor allem Dagobert Duck hat immer wieder Aufträge für Daniel Düsentrieb und seinen winzigen Mitarbeiter "Helferlein", dessen Kopf aus einer gelb leuchtenden Glühbirne besteht.

In den amerikanischen Geschichten heißt Daniel Düsentrieb übrigens Gyro Gearloose. Dass der Erfinder auch deutsch spricht, ist Erika Fuchs zu verdanken. Sie hat die Geschichten aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und den Figuren auch ihre deutschen Namen gegeben. Sie machte aus Daniel Düsentrieb den Ingenieur, dem "nichts zu schwör" ist.

Und in der Tat: Tüfteln, basteln, werkeln, schrauben, hämmern und natürlich erfinden - Daniel Düsentrieb hat immer etwas zu tun. Reich ist er aber mit seinen Erfindungen nie geworden. "Ich arbeite ja schon, so schnell ich kann. Aber ich war leider nie ein besonders guter Geschäftsmann", gesteht er in einem seiner Abenteuer. Da hatte sich mal wieder der alte Geizkragen Dagobert Duck Düsentriebs Einfälle für ein paar lumpige Taler zu eigen macht.

Daniel Düsentrieb erfand die Anti-Schwerkraft-Kanone, behaarte Türklinken, heißes Eis für heißen Eistee, ein Flugauto, ein Nichtschwimmer-Netz, eine Schwebematte, einen Wünschelbrunnen, natürlich eine Zeitmaschine und auch eine hochgefährliche Substanz, die alles auflöst.

In seinem Labor stapeln sich in Kisten und Winkeln aber auch jede Menge Erfindungen, die unter dem Stichwort "Vergessbares" abgelegt sind. Dazu gehört zum Beispiel ein Regenbogenspanner. Auch ein spezielles Licht, das helle Räume dunkel machen soll, wurde vom Entenhausener Patentamt nicht zugelassen.

Andere Tüftler geben nach solchen Schlappen frustriert auf. Doch Daniel Düsentrieb kann nichts erschüttern. Misserfolge stacheln ihn vielmehr an zu neuen Ideen.

Besonders gern hilft der Tüftler Donalds Neffen Tick, Trick und Track. Und auch mit Donald Duck selbst verbindet Düsentrieb eine Leidenschaft: das Angeln. Vor zehn Jahren erfand er sogar eine denkende Angelrute. Und die testete er zusammen mit Donald an einem langen, erfindungsfreien Wochenende.

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