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Geschichte : Der Untergang der Titanic

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vor 104 Jahren ereignete sich ein großes Schiffsunglück, über das auch heute noch viele Menschen reden.

Mit Segelschiffen dauerten Seereisen früher sehr lange. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden schnellere Dampfschiffe entwickelt. Auch die „White Star Line“ (Weißer Stern Linie), die die Titanic erbauen ließ, wollte zu den besten gehören. Alle Schiffe dieser Linie wurden in einer Werft im nordirischen Belfast gebaut. Die RMS Titanic (Royal Mail Ship = Königliches Postschiff) war das größte und prächtigste Schiff ihrer Zeit.

In den Rumpf baute man 15 Schotten (Querwände, die das Schiff in wasserdichte Bereiche unterteilt) ein. Da man glaubte, dieses Schiff sei praktisch unsinkbar, wurden auch nicht genügend Rettungsboote an Bord gebracht. Wichtig war den Erbauern vor allem der Luxus. So sollten sehr reiche Leute angelockt werden. In der 1. Klasse gab es wertvolle Möbel, Marmor, vergoldete Kronleuchter und jeden Luxus. Auch in der 2. Klasse waren die Kabinen wertvoll ausgestattet. Passagiere der 3. Klasse schliefen in den untersten Decks nicht so komfortabel, aber konnten zum ersten Mal im Leben Baderäume und Toiletten genießen. Während die reichen Gäste der 1. Klasse oft aus Spaß reisten, war es für die Armen in der 3. Klasse eine Flucht vor Armut und Unterdrückung. Sie wollten in Amerika ein neues, vielleicht besseres Leben anfangen.

Am 10. April 1912 startete die Titanic von Southampton in England zu ihrer Jungfernfahrt (erste Fahrt eines Schiffes). In Frankreich und Irland stiegen noch weitere Passagiere zu. Am 11. April machte sich das Schiff auf den Weg über den Atlantik Richtung New York mit über 1300 Reisenden und fast 900 Personen Besatzung. Als das Schiff im Nordatlantik ankam, erhielt die Crew über Funk immer wieder Eiswarnungen. Der Kapitän schlug einen südlicheren Kurs ein. Um 23.40 Uhr am 14. April, sah der Wachmann einen Eisberg vor ihnen. Ein Offizier befahl Maschinen zu stoppen und rückwärts zu fahren. 37 Sekunden nach der Warnung stieß die Titanic mit dem Eisberg zusammen. Von einem Eisberg sieht man nur 10 Prozent. Wie groß er ist, kann man nicht abschätzen. Unter Wasser wurde das Schiff an sechs Stellen aufgeschlitzt. Es lief vorne am Rumpf mit Wasser voll. Der Bug wurde so schwer, dass er nach vorne kippte.

25 Minuten nach dem Zusammenstoß begann die Rettungsaktion mit viel zu wenig Booten. Funksprüche um Hilfe wurden abgesetzt. Aber das nächste Schiff war noch 93 km entfernt. Die Reisenden der 3. Klasse kamen nicht so schnell an Deck, weil sie ganz unten im Schiff waren. Unter der Belastung brach nun das Schiff auseinander und sank um 2.20 Uhr.

Über 1500 Menschen starben in den Fluten. Die meisten aus der 3. Klasse und von der Crew. Zwei Stunden später kam Rettung mit dem Schiff Carpathia, das die 700 Überlebenden ins Schiff aufnahm.

Heutzutage kontrollieren Eispatrouillen die Schifffahrtswege. Alle Schiffe müssen genügend Rettungsboote dabeihaben und es müssen Sicherheitsübungen mit den Passagieren durchgeführt werden.

Autorin: Silvia Friedrich

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