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Persönlichkeit : Der geheimnisvolle Dichter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute ist der 400. Todestag von William Shakespeare. Er ist immer noch einer der bekanntesten Dichter der Welt.

Für manche Leute ist er wie eine Art Geist. Geheimnisvoll und rätselhaft. Diese Leute sagen zum Beispiel: Der hat diese Stücke doch gar nicht selbst geschrieben! Ein anderer muss das gewesen sein. Sie sagen: Man weiß ja gar nichts über ihn. „Tatsächlich wissen wir über William Shakespeare nur wenig Persönliches“, sagt der Fachmann Hans-Dieter Gelfert. Das liegt zum Beispiel daran, dass es keine Briefe von Shakespeare gibt. Und er hat wohl auch kein Tagebuch geschrieben. Seine Handschrift kennen die Fachleute nur von Unterschriften, die bis heute erhalten geblieben sind.

Einiges weiß man über ihn dann aber doch. Etwa aus den Aufzeichnungen von Freunden und Kollegen: So stand Shakespeare selbst als Schauspieler auf der Bühne. Er war Mitbesitzer eines Theaters und wohl auch ziemlich geschäftstüchtig. Er soll mehrere Häuser und Grundstücke besessen haben.

Geboren wurde Shakespeare vor rund 450 Jahren. In einer kleinen Stadt namens Stratford-upon-Avon. Die Stadt gehört zu England. Seine Frau hieß Anne und sie hatten drei Kinder.

Berühmt wurde Shakespeare vor allem durch seine Theaterstücke. Manche seiner Werke sind lustig, wie zum Beispiel „Ein Sommernachtstraum“. Andere dagegen sind traurig und haben kein schönes Ende. Es sind sogenannte Tragödien wie zum Beispiel „Romeo und Julia“.

Shakespeare schrieb aber auch über Prinzen, die langsam verrückt wurden. Über Helden, die sich plötzlich gar nicht mehr heldenhaft verhielten, sondern eifersüchtig und brutal – oder über grausame Könige. Er fragte sich in diesen Stücken: Wann darf man einen König stürzen? Und was ist, wenn jemand unrechtmäßig König wird? „Solche Fragen waren neu“, erklärt der Fachmann. Dabei war es gar nicht so ungefährlich, über böse oder verrückte Könige zu schreiben. Denn die Werke mussten zuerst vom Hof genehmigt werden.

Der Dichter konnte aber noch etwas anderes besonders gut. „Er konnte sich in seine Figuren sehr gut hineinfühlen. In einen König genauso wie in einen Narren oder Handwerker“, sagt Hans-Dieter Gelfert. Das mache die Figuren und die Stücke von Shakespeare so einzigartig – bis heute.

Autorin: Stefanie Paul

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