KIZ : Benedikt spielt Xylofon

„Man kann darauf schöne Melodien spielen“, sagt Benedikt über das Xylofon.
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„Man kann darauf schöne Melodien spielen“, sagt Benedikt über das Xylofon.

Kleine bunte Klangplättchen? Von wegen: Ein richtiges Xylofon ist ganz schön groß und aus Holz.

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28. August 2016, 20:32 Uhr

Wenn Benedikt in die Musikschule kommt, hat er kein eigenes Instrument dabei. Das wäre viel zu groß und zu schwer, um es allein zu tragen. Der Elfjährige spielt auf einem Orchester-Xylofon, manchmal auch auf einer Marimba. Beide Instrumente sind so groß, dass man sie im Stehen spielt.

Nanu? Ist das Xylofon nicht das bunte Instrument, das man aus Kindergärten kennt? „Das ist ein Glockenspiel und es ist viel kleiner“, erklärt Benedikt. Außerdem klingt das Xylofon ganz anders.

Denn: „Bei einem Xylofon sind die Klangplatten aus Holz und nicht aus Metall“, sagt Benedikt und nimmt zwei Schlägel in die Hände. Damit schlägt er ein paar Klangplatten an. So heißen die Holzstäbe, die in einer Reihe nebeneinanderliegen. Der Klang des Instruments ist hell und fröhlich – und auch ein bisschen hölzern.

Der Musiklehrer lässt Benedikt ein Lied spielen. Konzentriert blickt der Elfjährige abwechselnd vom Notenheft auf die Klangplatten. „Das finde ich am schwierigsten, dass man immer hin und her schauen muss.“ Trotzdem trifft er jedes Mal die richtige Klangplatte und spielt die Melodie flüssig durch. Von seinem Lehrer Helmut Keller gibt es dafür ein dickes Lob: „Das klingt gut! Auch der Rhythmus passt perfekt.“ Dass Benedikt ein Gefühl für Rhythmus hat, ist kein Wunder.

Eigentlich ist er Schlagzeuger – und das schon, seit er sieben Jahre alt ist. Mit dem Xylofon-Unterricht an der Musikschule hat er erst vor einem Jahr angefangen. „Das Xylofon gehört zu der Familie der Schlaginstrumente. Deshalb lernen unsere Schlagzeug-Schüler auch dieses Instrument“, erklärt der Musiklehrer. Der Vorteil: In einem Orchester können Schlagzeuger dann beide Instrumente spielen.

Um besser zu werden, übt Benedikt auf beiden Instrumenten zu Hause.

Wenn möglich jeden Tag. „Wenn man gut spielen kann, macht es mehr Spaß.“ Am Xylofon gefällt ihm: „Man kann darauf schöne Melodien spielen.“ Das Schlagzeug sei dafür viel lauter, sagt er und grinst.

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