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Hannes liebt das Meer : Bei den Hochseefischern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Seine Freunde und seine Familie sieht Hannes oft wochenlang nicht, trotzdem liebt der Matrose seinen Beruf

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2017 | 10:00 Uhr

Die See ist glatt und es ist kalt. Draußen schwimmt langsam ein Eisberg vorbei. Manchmal pustet ein Wal beim Auftauchen eine Fontäne in die Luft. Wir sind an Bord eines sehr großen Fischtrawlers – das sind Schiffe, die zum Fischfang benutzt werden. Die Schiffe sind manchmal 100 Meter lang oder sogar noch länger.

Unser Schiff heißt Mark und ist unterwegs vor Grönland. Das ist eine sehr große Insel im Atlantik. An Bord arbeiten viele Menschen. Sie sind Hochseefischer . Das bedeutet: Sie fangen Fische weit draußen auf dem Meer.

Einer der Menschen an Bord ist der Matrose Hannes Krüger. Hannes fängt sehr früh am Morgen an, zu arbeiten. Zusammen mit vier anderen Matrosen wirft er ein großes Netz ins Wasser. Das versinkt dann tief im Meer.

Am Meeresboden schwimmt der Schwarze Heilbutt, und diesen Fisch will Hannes fangen. Die Arbeit ist sehr anstrengend und manchmal gefährlich. Es gibt viele schwere Ketten und Seile. Damit sich keiner wehtut, tragen alle Matrosen an Bord Helme. Außerdem ist es kalt und nass. Deshalb haben Hannes und die anderen schwere Stiefel und dicke Jacken an.

Manchmal bleibt das Netz viele Stunden im Wasser. Mit großen Motoren wird es dann wieder auf das Schiff gezogen. Wenn alles klappt, sind ganz viele Fische im Netz. Die Arbeit ist aber noch nicht zu Ende. Die Fische fallen durch ein Loch in das Innere des Schiffes. Von da geht es weiter in eine kleine Fabrik. Dort werden die Fische geschlachtet und so vorbereitet, dass man sie später direkt für ein Essen zubereiten kann.

Am Ende kommen die Fische in Kartons. Dann geht es mit einem Fahrstuhl in die Kühlkammer. Da ist es unheimlich kalt. Das Schiff kann ganz viele Fische transportieren: 1000 Tonnen. So viel wiegen etwa 1000 kleine Autos.

Weil die Fische eingefroren werden, kann man sie auch nach vielen Monaten noch essen. Die Fische werden in die ganze Welt verkauft. Nach Deutschland, Polen und bis nach Japan.

Manchmal ist Hannes drei Monate lang auf See. Dann vermisst er zwar seine Familie, aber Heimweh hat er nicht. Hannes liebt das Meer und seinen Beruf.

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