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Fussball : Auch Trainer müssen lernen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wer eine Mannschaft in der Fußball-Bundesliga trainieren will, braucht eine besondere Ausbildung.

Am Wochenende kann man sie immer besonders gut beobachten: Sie fuchteln mit den Armen, schreien herum und laufen an der Seitenlinie auf und ab. Zwischendurch ballen sie auch mal die Faust. Zum Beispiel, wenn endlich ein Tor gefallen ist! Ihre Namen lauten Julian Nagelsmann, Thomas Tuchel oder Alexander Nouri. Sie alle trainieren eine Mannschaft in der ersten Fußball-Bundesliga.

Um eine Bundesliga-Mannschaft trainieren zu dürfen, muss man die Ausbildung zum Fußball-Lehrer absolvieren. Das ist der höchste Trainer-Schein, den man in Deutschland machen kann. Dazu muss man eine Art Schule für Trainer besuchen. Sie heißt Hennes-Weisweiler-Akademie und liegt in der Stadt Hennef im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Die Schule liegt etwas außerhalb der Stadt, es gibt viele Hügel drumherum und viel Wald. An der Schule gibt es eine große Turnhalle, mehrere Sportplätze und Unterrichtsräume. Zehn Monate lang lernen die Schüler hier alles, was sie für ihren Job als Trainer wissen müssen.

Es ist Montagvormittag: In einem Raum sitzen drei Männer in Trainings-Anzügen. Ihnen gegenüber sitzen zwei Lehrer. Die Männer unterhalten sich darüber, wie unsere Muskeln funktionieren. „Das ist nicht gerade mein Lieblingsfach“, verrät einer der Teilnehmer. Aber auch in solchen Dingen muss sich ein Trainer auskennen.

In einem anderen Raum sitzt ein Trainer zusammen mit einem Psychologen. Die Trainer haben es bei ihrer Arbeit oft mit kniffligen Problemen zu tun. Wie geht man zum Beispiel mit einem Spieler um, bei dem es gerade nicht gut läuft? „Die Psychologen geben uns Tipps, was man in einem solchen Fall tun kann“, erklärt ein Trainer-Schüler.

Die Schüler üben auch mit Videos von Fußballspielen. Zusammen mit ihren Lehrern schauen sie sich die Videos an und reden darüber: Wie hätte sich der Spieler besser verhalten sollen? Zu wem hätte er spielen können? Was macht die gegnerische Mannschaft gut, was macht sie schlecht? Jede Woche ist ein anderes Thema dran.

Natürlich gibt es auch Unterricht auf dem Fußballplatz. Dann kommt meistens eine Jugendmannschaft aus der Gegend zu Besuch. Mit dieser müssen die Trainer dann spezielle Spielzüge einüben. Am Ende stehen wie in der Schule verschiedene Prüfungen an. Erst dann darf sich ein Trainer Fußball-Lehrer nennen.

Autorin: Stefanie Paul

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