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Gut zu wissen : Andere nicht ausgrenzen

Es gibt viele verschiedene Menschen. Manchmal spricht man deshalb auch von einer bunten Gesellschaft.
Es gibt viele verschiedene Menschen. Manchmal spricht man deshalb auch von einer bunten Gesellschaft.

Manchmal passiert es ohne Absicht: Menschen sagen Dinge, die andere verletzen.

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07. August 2020, 16:59 Uhr

„Wo kommst du eigentlich her? Und warum sprichst du so gut Deutsch?“ Solche Fragen klingen erst mal harmlos. Manche Menschen in Deutschland hören sie aber häufiger als andere. Das hat zum Beispiel mit ihrer Hautfarbe oder ihrem Namen zu tun.

Die Fragesteller sind vielleicht nur neugierig. Trotzdem können solche Fragen nervig und verletzend sein. Denn sie vermitteln dem anderen: Du siehst anders aus, du musst irgendwo anders herkommen, du gehörst nicht dazu – auch wenn das nicht stimmt. „Für die Betroffenen ist es erst mal egal, wie es jemand gemeint hat“, sagt Tahir Della. Er setzt sich dafür ein, dass schwarze Menschen in Deutschland nicht benachteiligt werden. „Nett gemeint heißt nicht unbedingt, dass etwas gut ankommt.“

Tahir Della erklärt das an einem harmlosen Beispiel: Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, spielt es erst mal keine Rolle, ob er es extra gemacht hat oder nicht. Es tut weh. Und derjenige sollte sich entschuldigen und sich Mühe geben, dass es nicht mehr vorkommt.

Menschen, die anderen Menschen als fremd erscheinen, erleben so etwas in ihrem Alltag immer wieder. Manchmal kommt es sogar noch schlimmer: Die Leute werden etwa auf der Suche nach Arbeit oder einer Wohnung benachteiligt. Manchmal werden sie sogar beschimpft.

Für all das gibt es ein eigenes Wort: Rassismus. Es bedeutet, dass Merkmale von Menschen wie die Hautfarbe mit bestimmten Eigenschaften verbunden werden. Oft sind das schlechte Eigenschaften, der Mensch wird also abgewertet.

Viele Menschen glauben, nur extreme Leute könnten rassistisch sein. Doch Rassismus kommt auch im Alltag immer wieder vor. Oft merken wir gar nicht, dass wir Vorurteile haben oder etwas Verletzendes sagen. „Wir müssen solche Dinge verlernen“, sagt Tahir Della.

Aber wie soll das gehen? Du kannst dich zum Beispiel fragen: Wie denke ich eigentlich über Menschen, die anders aussehen als ich? Behandle ich sie anders, als ich gerne behandelt werden würde? Mache ich manchmal Witze auf Kosten anderer? Es hilft, über dieses Thema zu reden und sich auszutauschen.

Vielleicht hast du auch schon zu Hause oder in der Schule über Rassismus gesprochen. So bekommst du ein besseres Gefühl dafür, wie manche Sätze und Fragen bei anderen Menschen ankommen können.

Autor: Philipp Brandstädter, dpa

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