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Junge Zeitung

13. Dezember 2017 | 00:43 Uhr

Rechte : Kinder brauchen Schutz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die weltweite Hilfsorganisation Unicef setzt sich ein für die Rechte der Jüngsten

Kinder sollen in Frieden aufwachsen, sie sollen spielen, genug zu essen haben und lernen können. Doch noch immer gibt es Länder, wo die Jüngsten unter Armut leiden, hungern, wo Kinderarbeit an der Tagesordnung ist. Eigentlich sollen die Eltern für Schutz, Nahrung, ein sicheres Heim sorgen. Doch nicht immer liegt es in ihrer Macht. Kriege, Naturkatastrophen oder Unterdrückung durch fremde Mächte machen die Fürsorge oft unmöglich.

Großen Anteil an der wachsenden Aufmerksamkeit für die Probleme der Kinder hat die internationale Hilfsorganisation Unicef. Die Abkürzung leitet sich ab von United Nations Children’s Fund. Sie war 1946 in New York gegründet worden, um die Not der Kinder in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg zu lindern. Viele hatten ihre Eltern verloren, andere waren von ihren Familien auf der Flucht getrennt worden. Unicef schickte Nahrung, Kleidung, Medikamente.

Als sich das Leben in Europa wieder normalisiert hatte, stellten die Mitarbeiter der Kinderhilfsorganisation fest, dass die Kinder in den armen Ländern ebenfalls dringend Hilfe benötigten. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete 1959 die „Deklaration über die Rechte der Kinder“, darin sind die grundlegenden Rechte – wie Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, Recht auf Bildung, Ernährung, Freizeit – festgeschrieben.

Heute wirkt Unicef in rund 150 Ländern. Gemeinsam mit vielen Partnern versorgt die Organisation jedes dritte Kind weltweit mit Impfstoffen, stattet Schulen aus und setzt sich politisch ein – zum Beispiel für wirksame Kinderschutzgesetze. So konnte Unicef dazu beitragen, dass heute mehr Kinder denn je zur Schule gehen. Die Kindersterblichkeit hat sich in den letzten 30 Jahren halbiert, Krankheiten wie die Kinderlähmung sind so gut wie ausgerottet.

Für ihre Arbeit braucht Unicef natürlich Geld, darum sammeln die Mitarbeiter Spenden und werben um Paten. Das sind ehrenamtliche Helfer, die regelmäßig die Arbeit unterstützen. Das deutsche Komitee wurde 1953 gegründet, Schirmherrin ist immer die Frau des Bundespräsidenten, gegenwärtig also die Lebensgefährtin von Joachim Gauck, Daniela Schadt.



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