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Das Thema : Joshua hat viel verloren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach dem schlimmen Sturm Haiyan versuchen die Kinder auf den Philippinen, wieder normal zu leben

Joshua lacht, wenn er in die Pedale seines blauen Fahrrades tritt. Heiß scheint die Sonne auf ihn herab. Joshua ist 13 Jahre alt. Er lebt in dem kleinen Ort San Antonio auf den Philippinen. Das ist ein Land in Asien, das aus lauter Inseln besteht. Dort wütete vor einem halben Jahr ein Taifun, ein gewaltiger Sturm. Der Taifun, der Haiyan hieß, zerstörte Joshuas Dorf – und viele andere Orte in der Gegend.

Joshua hat das Fahrrad von seiner Großmutter Nenita geschenkt bekommen. Sie passt auf ihn auf, seit Joshuas Eltern und seine beiden jüngeren Schwestern bei dem Sturm gestorben sind. Der Taifun hatte mit seinem starken Wind die Wellen des Meeres aufgetürmt und eine Flut ausgelöst. Das Wasser riss Joshuas Zuhause fort. Joshua konnte sich aus den hohen Wellen retten. Joshuas Leben hat sich seit dem Sturm sehr verändert. „Ich vermisse unser altes Haus. Wir haben am Strand gewohnt“, sagt er. „Jetzt lebe ich bei meinen Großeltern und Cousins weiter weg von der Küste, weil es dort gefährlich ist.“

Alles hat Joshua aber nicht verloren. Ein paar Monate nach dem Sturm konnte er wieder zur Schule gehen. Er freute sich, seine Freunde wiederzusehen, die alle den schrecklichen Sturm überlebt haben.

Wenn er erwachsen ist, will Joshua Seemann werden und nach Amerika und in andere Länder reisen, erzählt er. „Ich liebe das Meer. Aber manchmal habe ich auch Angst davor, so wie während des Taifuns.“

Wie Joshua wurden viele Kinder von den Zerstörungen des Taifuns getroffen. Doch ein Kinderhilfswerk sagt: Das Gebiet beginnt allmählich, sich von der Katastrophe zu erholen. Viele Kinder gehen jetzt wieder zur Schule.

Viele haben auch Impfungen gegen gefährliche Krankheiten bekommen und erhalten Hilfe. Etwa wenn sie an die schrecklichen Dinge denken, die sie erlebt haben.

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