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Hinter den Kulissen eines Kinos

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wie kommt ein Film auf die Leinwand? Christoph Preßmar weiß es – ihm und seiner Familie gehört ein Lichtspielhaus

Jeden Tag ins Kino! Christoph Preßmar kennt das fast nicht anders. Er arbeitet in einem Kino in München. Und zwar im gleichen, in dem auch schon sein Vater und sein Großvater gearbeitet haben. Es heißt „Filmtheater Sendlinger Tor“ und es gehört der Familie. Das heißt aber nicht, dass sich Christoph Preßmar jeden Tag viele Filme ansieht. „Meistens schaue ich mir jeden unserer Filme nur ein einziges Mal an“, sagt er. Denn er hat im Kino einiges zu tun.

Er muss zum Beispiel den Film starten. Das macht er normalerweise in einem Raum, der Vorführraum heißt. Um dorthin zu kommen, muss Christoph Preßmar mehrere Treppen hinaufsteigen. Der Vorführraum liegt nämlich weit oben im Kino – und hinter der letzten Reihe der Zuschauer.

Durch ein kleines Fenster kann man von oben in den Zuschauerraum gucken. Gerade läuft dort die Vormittags-Vorstellung. Mehrere Schulklassen sitzen im Saal vor der großen Leinwand. Die Schüler sehen sich mit ihrem Lehrer den Film „Fack Ju Göhte“ an. Es ist ein witziger Film, die Kinder lachen. Das kann Christoph Preßmar aber nicht hören. Denn im Vorführraum ist es ziemlich laut. „Das ist die Lüftung“, erklärt er.

Lange, silberne Lüftungsrohre laufen an der Decke entlang. Im Vorführraum stehen nämlich empfindliche Apparate. Sie spielen den Film ab und heißen Filmprojektoren. „Wenn es zu heiß wird, schaltet sich der Apparat ab“, erklärt der Fachmann. Das wäre gar nicht gut. Deshalb geht es im Vorführraum nicht ohne die laute Lüftung. Die Zuschauer bekommen von dem Geräusch aber nichts mit.

Filme kann Christoph Preßmar nicht nur vom Vorführraum aus starten. Sondern auch vom Büro aus – über einen Computer. Für Christoph Preßmar ist das praktisch. Etwa wenn Leute im Kino anrufen und Karten
reservieren wollen. „Früher musste der Filmvorführer alles stehen und liegen lassen, nach oben in den Vorführraum laufen und den Projektor starten“, sagt der Experte. Heute reicht ein Knopfdruck – schon ist der Film im Kino zu sehen.

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