Tierwelt : Hilfe für Hummer-Babys

Beim Schlüpfen sind die Tiere winzig.
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Beim Schlüpfen sind die Tiere winzig.

Rund um die Insel Helgoland gibt es nur noch wenige dieser Meerestiere. Eine Baby-Station soll das ändern.

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12. August 2015, 23:07 Uhr

Er wartet darauf, dass er groß ist und ins Meer darf. Der kleine Hummer dümpelt in einer Plastikschale im Wasser. Er tut nicht viel mehr als: fressen und wachsen. Der Hummer ist jetzt knapp so lang wie ein Kinderdaumen. In wenigen Tagen wird er mit einem Boot auf die Nordsee gebracht und ins Wasser gesetzt.

Rund ein Jahr war er im Helgoländer Ökolabor. Das ist eine Art Baby-Station für die Meerestiere. Hier ziehen Fachleute einige Hundert Hummer-Babys groß. So lange, bis sie alt und kräftig genug sind, um allein im Meer zu leben.

„Wir hoffen, dass damit wieder mehr Hummer rund um Helgoland überleben“, sagt Christopher Groß. Er führt Besucher durch die Aufzuchthalle. Die Hummer leben hier in Plastikwannen. Sie sind streng getrennt voneinander. „Hummer sind Einzelgänger. Sie wollen nicht zusammen sein, sie würden sich sonst gegenseitig verletzen oder auffressen“, sagt Christopher Groß.

Auch die Mütter-Hummer haben jeweils eine Wanne für sich. Sie sind deutlich größer als die Kleinen, ungefähr so lang wie ein Unterarm.

Wenn Fischer so ein Hummer-Weibchen fangen und sehen, dass es Eier hat, geben sie es auf Helgoland ab.

Hier werden die Mütter gefüttert und gepflegt, bis die Larven schlüpfen. Beim Schlüpfen sind die Tiere winzig, nicht einmal so groß wie ein Fingernagel. „Das Problem ist nur, dass sie in diesem Zustand sehr verletzlich sind und schnell gefressen werden. Nur ein extrem kleiner Teil der Larven überlebt“, sagt Christopher Groß.

Die kritische Zeit, wenn die winzigen Hummer so verletzlich sind, soll in dem Ökolabor überbrückt werden. Als Larven bekommen sie klitzekleine Wassertiere und Pflanzen zu fressen. Später dann kleine Salzkrebse, Flohkrebse und Wasserasseln.

Der kleine Hummer in der Plastikschale bekommt sein Futter aber bald nicht mehr auf Helgoland serviert. In der Nordsee muss er es sich selbst suchen.

Autorin: Silke Fokken

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