Barbarossa : Herrscher mit rotem Bart

 Grafik: K. Dengl
Grafik: K. Dengl

Er war ein mächtiger Herrscher – ein König und ein Kaiser. Er kämpfte viele Schlachten und war ein tapferer Krieger. Sein Name: Friedrich, der Erste. Er lebte vor mehr als 800 Jahren.

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10. Juni 2015, 11:14 Uhr

Er war ein mächtiger Herrscher – ein König und ein Kaiser. Er kämpfte viele Schlachten und war ein tapferer Krieger. Sein Name: Friedrich, der Erste. Er lebte vor mehr als 800 Jahren. Viele kennen ihn aber wohl aus einem anderen Grund, wegen seines roten Bartes! Dieser brachte ihm einen berühmten Spitznamen ein: Barbarossa. Das ist italienisch und bedeutet so viel wie Rotbart.

Dieser Beiname allein war nichts Besonderes. Denn rote Haarfarbe kam damals nicht selten vor. Es muss also noch etwas anderes dahinterstecken. „Die Farbe Rot steht auch für Zorn“, erklärt Knut Görich. Er ist Fachmann für Geschichte und hat schon mehrere Bücher über den berühmten Herrscher geschrieben.

Viele Menschen in Italien nahmen Barbarossa damals wohl als ziemlich zornigen Herrscher wahr. Sie nannten ihn auch „den roten Zorn“. Denn mit einigen seiner Gegner ging er nicht gerade zimperlich um. Gleich sechsmal zog Friedrich mit seinem riesigen Heer nach Italien.

Dort kämpfte er zum Beispiel viele Jahre erbittert gegen die Stadt Mailand. Das ging so lange, bis die Stadt fast komplett zerstört war.

Doch wie kam es dazu? Mailand war damals eine sehr reiche und unabhängige Stadt. Die Bürger wollten sich von dem neuen Kaiser nichts mehr sagen lassen. Die Gesetze, die der Herrscher erließ, interessierten die Mailänder nicht. Sie wollten auch seine Gerichtsurteile nicht anerkennen.

Der Herrscher musste immer wieder um seine Macht kämpfen und die Leute für sich gewinnen. Entweder mit Waffen oder mit Hilfe von Verträgen. Oder mit freundlichen Versprechen und Belohnungen. Denn auch so konnte der Kaiser die Anerkennung seiner Gegner bekommen.

Das gelang Barbarossa mal mehr, mal weniger gut. Trotzdem gilt er heute noch als berühmter Herrscher. Vielleicht auch wegen seines berühmten Spitznamens.

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