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Rallye Dakar : Härteste Wettfahrt der Welt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bei der Rallye Dakar düsen die Teilnehmer Tausende Kilometer durch Südamerika. Daniel Schröder aus Niedersachsen fährt gemeinsam mit seinem Vater im Auto. Daniel ist Beifahrer und kümmert sich um die Route, damit sie sich nicht verfahren.

Über Berge, durch sandige Wüsten und Dünen – und das möglichst schnell: Bei der Rallye Dakar düsen die Teilnehmer Tausende Kilometer durch Südamerika. Auch Daniel Schröder ist dabei. Der 25-Jährige aus Niedersachsen fährt gemeinsam mit seinem Vater im Auto. Daniel ist Beifahrer und kümmert sich um die Route, damit sie sich nicht verfahren. Alexandra Stober hat vor dem Abflug mit ihm gesprochen.

Ihr fliegt mit dem Flugzeug nach Südamerika. Wie kommt denn euer Auto dorthin?

Daniel Schröder: Es ist per Schiff von Frankreich aus Richtung Argentinien gebracht worden. Gemeinsam mit den anderen Autos, Lastwagen, Motorrädern, Ersatzteilen und allen Sachen, die die Teilnehmer der Rallye brauchen.

Was ist das eigentlich für ein Auto, mit dem ihr fahrt? Daniel: Mit einem normalen Auto hat das wenig zu tun. Es hat zum Beispiel unten einen speziellen Metallschutz. Es ist sehr robust und besonders gefedert, damit es ordentlich was aushält. Etwa, wenn man durch Löcher fährt oder einen Sprung damit macht und hart aufknallt.

Das klingt nicht gerade bequem...

Daniel: Ist es auch nicht. In der Fahrerkabine ist es richtig laut und heiß. Außerdem wird man oft hin- und hergeschleudert. Während der Fahrt kann auch schon mal ein Fenster kaputt gehen. Es staubt tierisch, vor allem wenn man durch die Wüste fährt. Danach sieht man echt schlimm aus.

Und das macht Spaß?

Daniel: Absolut! Ich bin die Rallye auch schon zweimal mit dem Motorrad gefahren. Jetzt freue ich mich total darauf, sie gemeinsam mit meinem Vater zu fahren. Wir wollen keinen besonderen Platz erreichen, sondern einfach gut ins Ziel kommen. Das ist bei den rund 9000 Kilometern Strecke gar nicht so einfach, oder? Daniel: Nee, da kann viel passieren. Unfälle. Pannen. Und wenn man sich da festfährt - puh! Dann kann man auch mal bis zu einer Stunde graben.

Wie findet man den Weg zum Ziel?

Daniel: Die Rennstrecke ist nicht markiert. Da gibt es weder Absperrband noch farbige Punkte. Um die Route zu finden, haben wir nur ein Buch. In dem steht für jede Etappe drin, wo wir langfahren müssen und wie das Gelände ist. Danach gebe ich meinem Vater die Fahr-Anweisungen. Also zum Beispiel: 500 Meter geradeaus, dann links – Achtung großes Loch in 300 Metern!

Kriegt man sich auch mal in die Haare, wenn man so lange gemeinsam im Auto sitzt?

Daniel: Es kommt schon mal vor, dass man sich kurz anmault. Aber das ist ganz schnell wieder vergessen. Man ist ja zwei Wochen und mehrere Tausend Kilometer zusammen unterwegs. Das geht nur, wenn die Stimmung gut ist. Sonst funktioniert es nicht. Und wir fahren ja schließlich aus Spaß mit.

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