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Schule : Gute Noten, schlechte Noten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Eine schlechte Schulnote kann einem den Tag ganz schön vermiesen. Ihr freut euch sicher, wenn ihr für einen Test oder einen Vortrag eine gute Zensur bekommt. Aber was bringt einen eigentlich dazu, sich anzustrengen?

Ungenügend – sechs! So eine schlechte Schulnote kann einem den Tag ganz schön vermiesen. Was werden die Eltern dazu sagen? Zum Glück wird sie nur selten erteilt. Ihr freut euch sicher auch, wenn ihr für einen Test oder einen Vortrag eine gute Zensur bekommt.

Aber was bringt einen eigentlich dazu, sich anzustrengen? Die Aussicht auf eine gute Note allein, wahrscheinlich nicht. Damit sich Schüler so richtig ins Zeug legen, muss es den Lehrern gelingen, sie für etwas so richtig zu interessieren. Ist die Neugier geweckt und macht das Entdecken Spaß, kommt die gute Leistung fast von allein.

Wenn Zensuren wie eine Belohnung wirken und zum Lernen anspornen, ist das eine gute Sache. Schlecht ist es, wenn Lehrer damit drohen und Schüler nur aus Angst vor einer schlechten Note etwas lernen. Es gibt deshalb auch Schulen, in denen bewusst auf Zensuren verzichtet wird. Schwache Schüler sollen nicht so schnell den Mut verlieren und sich nicht ständig mit den Leistungen der Mitschüler vergleichen. Statt Zensuren gibt es ausführliche Beurteilungen, in denen geschildert wird, welche Fortschritte die einzelnen Schüler machen. Jemand, der zum Beispiel in Mathematik schlecht war und allmählich immer weniger Fehler macht, erhält dann eine positive Beurteilung. Bei einem reinen Notenzeugnis gäbe es vielleicht nur eine vier, obwohl es mit dem Lernen aufwärts geht.

Viele Eltern finden das System mit den Benotungen gut, weil sie glauben, so genau zu wissen, wie gut ihr Kind in der Schule ist. Schulnoten gibt es in Deutschland spätestens seit dem 16. Jahrhundert. Damals kamen oft der Pfarrer und der Bürgermeister hinzu, wenn das Wissen der Schüler geprüft wurde. Außer einer Zensur gab es dann zur Belohnung manchmal auch eine Kleinigkeit zu essen, wie etwa Semmeln. Die besten Schüler durften im Klassenzimmer dann in der ersten Reihe sitzen. Wer bei der Prüfung schlecht abschnitt, bekam keinen Nachhilfeunterricht, sondern Prügel.

Wer in der Schule nicht so richtig tolle Noten bekommt, muss nicht verzweifeln. Es gibt viele erfolgreiche Erwachsene, die ihren Eltern als Schüler Sorgen bereitet haben, weil sie so schlechte Noten nach Hause brachten, dass sie eine Klasse wiederholen mussten. Dazu gehören der berühmte Schriftsteller Thomas Mann, der SPD-Politiker Peer Steinbrück und der britische Premierminister Winston Churchill. Das berühmte Genie Albert Einstein hat die Schule vorzeitig verlassen und blieb ohne Abitur.

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