zur Navigation springen
Junge Zeitung

12. Dezember 2017 | 11:32 Uhr

Licht : Gut für die Stimmung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Menschen, Tiere und Pflanzen brauchen Licht / Auf die richtige Menge kommt es an

svz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 16:58 Uhr

Habt Ihr schon mal etwas von Lichtverschmutzung gehört? Das gibt es tatsächlich. Gemeint ist, dass Menschen und Tiere darunter leiden, dass es an vielen Orten, besonders in großen Städten mit viel Industrie, auch nachts nie mehr ganz dunkel wird. Nachtaktive Insekten und Zugvögel bringt das ganz durcheinander. Ihr Tag- und Nacht-Rhythmus und ihre Orientierung funktionieren nicht mehr. Auch Pflanzen leiden. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Bäume, die direkt neben Straßenlaternen stehen, ihre Blätter oft später verlieren und deshalb schneller Frostschäden bekommen.

Wäre es ständig dunkel, gäbe es kein Leben auf der Erde. Pflanzen können ohne Licht nicht wachsen. Das Blattgrün braucht Licht, um Zucker zu erzeugen, den die Pflanze zum Leben braucht. Selbst im Meer ist Licht unverzichtbar. Die Sonnenstrahlen dringen durch die Wasseroberfläche und lassen kleine Algen und Pflanzen wachsen, die wiederum Meerestiere ernähren.

In den vergangenen Jahrhunderten haben Physiker viel darüber nachgedacht, was Licht eigentlich ist. Sie bezeichnen das Licht als den Teil elektromagnetischer Wellen, der für das menschliche Auge sichtbar ist. Ohne Licht können wir keine Farben erkennen. Die unterschiedlichen Farben, die wir sehen können, hängen von der Länge dieser Wellen ab. Ohne Licht werden Menschen traurig und krank. Wer in den dunklen Wintermonaten betrübt ist, sollte deshalb möglichst oft nach draußen gehen, um natürliches Licht zu „tanken“.

Die wichtigste natürliche Lichtquelle ist die Sonne. Der Mond leuchtet übrigens nicht selbst, sondern wirft nur das Sonnenlicht zurück. Als die Menschen in der Steinzeit lernten, Feuer zu entfachen, bestimmten sie selbst, wann und wo es hell sein sollte. Später wurden die Fackeln durch Kerzen, Öllampen und Gaslichter ersetzt. Erst mit der Erfindung der elektrischen Glühbirne 1879 verlor das Feuer als Lichtquelle an Bedeutung. Als ihr Erfinder gilt der amerikanische Wissenschaftler Thomas Edison. 20 Jahre zuvor hatte auch der deutsche Uhrmacher Heinrich Goebel eine Glühbirne konstruiert. Da es damals noch kein Stromnetz gab, interessierten sich die Menschen aber nicht sonderlich dafür.

Heute haben weltweit rund 1,2 Milliarden Menschen noch keinen Strom. Der dänische Lichtkünstler Olafur Eliasson hat zusammen mit einem Ingenieur eine kleine Solarlampe entwickelt, die aussieht wie eine kleine Sonne. Sie ermöglicht es Menschen, ohne Strom auch nach Sonnenuntergang zu lesen oder zu lernen. Das ist eine tolle Idee. Tagsüber lädt sich der Akku der Lampe im Sonnenlicht auf, nachts leuchtet sie.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen