Vampire : Gruseln mit Graf Dracula

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In Transsylvanien soll der berühmteste aller Vampire gelebt haben.

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04. Juni 2015, 23:43 Uhr

Eine altes Schloss im Mondlicht, heulende Wölfe und ein Flattern am Himmel: Wir sind in Transsylvanien, der Heimat aller Vampire. Viele Menschen sind fasziniert von den Geschichten über den Grafen Dracula, einem unheimlichen Blutsauger. Manche reisen im Urlaub nach Rumänien zum Schloss Bran, um sich vor Ort nach Spuren des Grafen und anderen Vampiren umzusehen. Außer Souvenirs hat dabei bislang niemand etwas gefunden.

Dem Vampirglauben nach sind diese weder richtig tot noch lebendig. Sie sind sie auf das Blut der Lebenden angewiesen, um Energie zu tanken. Nachdem sie ihre Opfer durch einen Biss in den Hals ausgesaugt haben, werden diese ebenfalls zu Vampiren. Diese Wesen meiden das Tageslicht, schlafen tagsüber in Särgen und können sich in Fledermäuse und Wölfe verwandeln. Es ist ihnen unmöglich, auf natürlichem Wege zu sterben. Erst wenn ihnen Holzpflöcke durchs Herz gestoßen werden, finden ihre Seelen Ruhe.

Die heutige Vorstellung von Vampiren in Transsylvanien geht auf den 1897 erschienenen Roman „Dracula“ des irischen Schriftstellers Bram Stoker zurück. Die deutsche Bezeichnung für Transsylvanien ist Siebenbürgen. Es gehörte früher zu Ungarn. Die ungarischen Könige siedelten dort im Mittelalter Deutsche an, die Handel trieben und Städte gründeten.

Südlich von Siebenbürgen liegt die Walachei. Dort lebte im 15. Jahrhundert der grausame Fürst Vlad III. Draculea, der die siebenbürgischen Städte bekämpfte. Er verfolgte die Kaufleute und ließ viele von ihnen hinrichten, indem er sie bei lebendigem Leib auf Pfählen aufspießte. Das hat auch die Vampirgeschichten geprägt. Bram Stoker hat die vielen schon bekannten Gruselgeschichten über Vampire gesammelt und zu einem Roman verarbeitet. Aus dem Fürsten Vlad wurde Graf Dracula, der in einem Schloss in den Karpaten wohnt.

In Osteuropa, der „Heimat der Vampire“, glaubten früher viele Menschen, dass die Toten erst dann verwesen, wenn sie ihre Sünden verbüßt haben. So entstand die Vorstellung von den Untoten, vor denen nur Knoblauch, Kreuze und Weihwasser schützen. Auch der Wunsch nach Unsterblichkeit mischt sie in die Vampirgeschichten. Die Erzählungen dienten auch dazu, geheime Wünsche und Ängste auszudrücken.

Heute glaubt zwar fast niemand mehr an Geister, Dämonen und Monster. Dennoch sind Vampirgeschichten immer noch sehr beliebt. Es macht einfach Spaß, sich zu gruseln! Unheimliche Vampirfilme, aber auch lustige Verfilmungen wie der berühmte „Tanz der Vampire“, in der ein trotteliger Professor auf Vampirjagd geht, und die lustigen Vampirgeschichten und –filme für Kinder wie „Der kleine Vampir“ oder „Die Vampirschwestern“ zeigen, dass Graf Dracula und seine Freunde bis heute leben – jedenfalls in unserer Fantasie.

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