Spiel und spaß : Glückspilze und Ganoven

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Heute wird das beste Familienspiel des Jahres gewählt. Wir stellen euch die Nominierten vor.

Drei Neuheiten stehen in der engeren Wahl, am Montag (6. Juli) in Berlin den Preis „Spiel des Jahres 2015“ zu erhalten. Eines dieser Spiele könnte es schaffen:

Bau dir deine Stadt

Bei „Machi Koro“ führen viele Wege zum Sieg – und alle haben mit Glück zu tun. Sich zu entscheiden, ob man einen Bauernhof, eine Bäckerei, ein Bürohaus, einen Mini-Markt oder sonst etwas kauft, ist das eine. Danach so zu würfeln, dass das Gekaufte auch Ertrag bringt, ist das andere. Je nach Würfelergebnis müssen Pechvögel sogar Geld abgeben anstatt welches zu erhalten. Da es bei dem Spiel darum geht, vier Großprojekte zu aktivieren, und dies nur mit ausreichend viel Münzen möglich ist, sind Pleitewürfe für die Spieler bitter. Glückspilze dürfen sich hingegen freuen, bei dem sehr einfachen und kurzweiligen Spiel mit ihrer aufstrebenden Stadt dem Titel „Gewinner“ immer näher zu kommen. Bei Partien zu zweit bietet es sich an, mit einer Spiel-Variante für Abwechslung zu sorgen.

Auf Jagd nach Moneten

Achtung, Überfall im Wilden Westen. Ganoven hangeln sich von Waggon zu Waggon, schießen, kämpfen und haben nur ein Ziel: Am Ende das meiste Geld zu erbeuten. Soweit die Kurzbeschreibung von „Colt Express“, einem Spiel das sich durch seine außergewöhnliche Aufmachung auszeichnet. Spielpan? Fehlanzeige. Hier agieren die Spieler mit ihren Ganovenfiguren in einem dreidimensionalen Zug. Was sie dort tun, müssen sie vorausplanen. Sprich: Befinden sich die Spieler in einer Runde mit beispielsweise vier Spielzügen, müssen sie der Reihe nach und vier Mal je eine Aktionskarte ablegen. Am Ende wird der Kartenstapel umgedreht und die Aktionen – etwa Waggon wechseln, schießen, prügeln und so weiter – werden entsprechend der gelegten Reihenfolge ausgeführt. Witzig ist, dass sich dadurch recht wilde Szenen und Duelle ergeben können. Außerdem ist das Spiel bis zum Schluss spannend.

Im Team gegen das Spiel

Simpel, spannend, sehr gut – das ist „The Game“. Zentral sind vier Kartenstapel, die mit dem Wert Eins beziehungsweise Hundert beginnen. Auf die Einserstapel dürfen nur höhere, auf den Hunderterstapel nur niedrigere Kartenwerte gelegt werden. Wer dran ist, muss mindestens zwei Karten auf die Stapel ablegen und Karten auf die Hand nachziehen. 98 Zahlenkarten gilt es abzulegen, und auch wenn sich die Spieler Tipps geben dürfen: Dies ist selten zu schaffen. Zwar gibt es einen „Rückwärts-Trick“, der es erlaubt, einen Zehner-Schritt nach oben oder unten zu gehen. Dies ist aber nur mit bestimmten Kartenkombinationen möglich. Schön ist, dass die Spieler gemeinsam gegen „The Game“ spielen und es kaum abwarten können, zu wissen, wie das Team am Ende abschneiden wird. Weniger als zehn der 98 Zahlenkarten nicht platzieren zu können, gilt in der Anleitung als „super“.

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