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Junge Zeitung

22. November 2017 | 12:26 Uhr

OSTWIND : Geschichten für Filme

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vom Kino im Kopf auf die Leinwand: Drehbuch-Autoren brauchen Fantasie – und sind fast nie berühmt.

svz.de von
erstellt am 28.Mai.2015 | 10:33 Uhr

Es geht um eine spannende Freundschaft, ein wildes Mädchen und ein ungezähmtes Pferd. Das kommt dir bekannt vor? Dann hast du vielleicht den Film „Ostwind“ im Kino gesehen. Ausgedacht haben sich die Geschichte Lea Schmidbauer und Kristina Magdalena Henn. Sie sind Drehbuch-Autorinnen.

Doch wie schreibt man ein Drehbuch? Noch dazu zu zweit? „Zuerst reden wir viel darüber, was in der Geschichte passieren könnte“, sagt Kristina. Die beiden Frauen besprechen auch, wie die Figuren wohl sind, die im Film auftauchen. „Unsere Hauptfigur Mika haben wir uns zum Beispiel immer als eine Außenseiterin vorgestellt“, erzählt Kristina.

Lea und sie haben sich überlegt, dass Mika zuerst nichts mit Pferden zu tun hat. Erst später in der Geschichte sollte das Mädchen entdecken, dass sie Pferde sehr genau versteht. Damit man einen Film interessant findet, ist es wichtig, dass die Figuren etwas lernen.

Bis das Drehbuch fertig ist, müssen die Autoren oft noch etwas ändern. Etwa wenn eine bestimmte Idee im Film sehr teuer ist. In ihrem Drehbuch zum zweiten Teil des „Ostwind“-Films sollte zum Beispiel ein Flugzeug in einer Szene vorkommen. „So etwas zu drehen kostet viel Geld – das wissen Drehbuch-Autoren auch“, sagt Kristina. Deshalb mussten Lea und sie dem Produzenten genau erklären, warum dieses Flugzeug für die Geschichte wichtig ist.

Wenn das Drehbuch fertig ist, haben die beiden Autorinnen mit dem Film erst mal nur noch wenig zu tun. Denn dann setzen der Regisseur und die Produktion die Geschichte in einen Film um. Den fertigen „Ostwind“-Film haben Lea und Kristina erst zur Premiere gesehen.„Das ist für uns Drehbuch-Autoren oft erst mal ein bisschen seltsam“, sagt Lea. Denn beim Schreiben stellen sich die Autoren ja schon einen fertigen Film vor. Oft ist der Film im Kopf aber anders als der Film im Kino. Deshalb haben sich Kristina und Lea beim zweiten Teil von „Ostwind“ über eine Szene besonders gefreut: Im fertigen Film ist nämlich tatsächlich ein Flugzeug zu sehen. So wie die beiden Frauen das im Drehbuch beschrieben haben.  

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