Film : Ganz schön viele Tricks

Künstlicher Regen am Set: Anton (hinten) als Rico mit seinen Schauspielkollegen Karoline Herfurth und Ronald Zehrfeld
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Künstlicher Regen am Set: Anton (hinten) als Rico mit seinen Schauspielkollegen Karoline Herfurth und Ronald Zehrfeld

„Rico und Oskar“ erleben ein neues Abenteuer. Unsere Reporterin war beim Filmdreh in Berlin dabei.

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18. August 2015, 23:06 Uhr

Während wir dem tiefbegabten Rico und dem hochbegabten Oskar bei ihrem zweiten Abenteuer in „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ die Daumen drücken, wurde in Berlin schon der dritte Film abgedreht. 2016 kommt er in die Kinos. Auf einem Friedhof filmte die Crew (engl.: Mannschaft) die Beerdigung von Fitzke im neuen Film „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“. Fitzke ist verstorben und hat Rico seine Steinsammlung vererbt.

Vor dem Friedhof sind unzählige Lkw aufgereiht, die die Filmtechnik transportieren. In anderen Wagen werden die Schauspieler geschminkt. Am Set (Drehort) tummeln sich viele Filmleute. Auch Rico, der im echten Leben Anton Petzold heißt, wartet hier auf seinen Einsatz. Überall liegen Kabel herum. Kameras, Lampen und Mikrofone brauchen Strom. Mittendrin steht die Regisseurin. Sie ist der „Bestimmer“ für Technik und Schauspieler. Einige Male wird geprobt, dann ruft sie: „Ruhe bitte, wir drehen!“ Alle müssen nun still sein. Oft werden die Szenen wiederholt. Weil einer den Text falsch sagt oder das Licht nicht stimmt.

Die Sonne brennt vom Himmel, dennoch regnet es auf die Schauspieler. Aus einem Metallgestänge strömt künstlicher Regen. Auf der Beerdigung soll es regnen, steht im Drehbuch. In dem Buch sind alle Szenen und Texte aufgeschrieben.

Einen Merkrekorder wie Rico braucht Anton nicht. Er kann sehr gut auswendig lernen. Manchmal sei es ein wenig anstrengend, die Texte richtig zu sprechen, meint er, aber es macht auch Spaß.

Toll findet er die Spezialeffekte: wenn man künstlich Regen erzeugt, mit dem Zug fährt oder schnelle Autofahrten macht. Manchmal sind die nämlich echt und manchmal nicht. Beim Film wird mit vielen Tricks gearbeitet.

Diesmal hat ihm gefallen, dass sie an der Ostsee drehten. Klar, dass sie baden durften, ja sogar mussten für den Film. Wieder geht es um ein Detektivabenteuer, denn der wertvollste Stein aus der Sammlung ist verschwunden.

Beim Filmen wird oft umgebaut. Während des Wartens werden die Darsteller neu geschminkt oder lernen ihren Text. Lustig, dass man die Szenen nicht in der richtigen Reihenfolge dreht, sondern so wie es passt. So reiste die Crew an die Ostsee und nach Leipzig und filmte alles fertig. Und den Filmanfang zuletzt in Berlin. Danach kommt der Film in den Schnitt. Viel Material wird rausgeschnitten. Sonst wäre der Film zu lang und langweilig. Das dauert ein halbes Jahr.

Juri Winkler, der Oskar, fehlt am Set. Anton berichtet, dass Juri vier Drehtage weniger hat als er und schon in die Ferien gefahren ist. Das findet Anton ein bisschen schade, denn sie sind ein eingespieltes Team und ergänzen sich super.

In seiner Freizeit spielt er am liebsten Fußball, sagt er. Irgendwas mit Bewegung ist immer gut. Anton möchte gerne Flugzeugpilot werden. Die Schauspielerei sei eher ein Hobby. Wenn sich später mal etwas ergibt, warum nicht? Jetzt aber geht es zwei Wochen in die Ferien. Danach kommt er frisch gestärkt in die sechste Klasse eines Dresdner Gymnasiums.

Autorin: Silvia Friedrich

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