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interview : Ganz allein um die Welt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Einmal von Europa nach Amerika zu fliegen, dauert schon viele Stunden. Geraldine Mock hat vor 50 Jahren sogar mit dem Flugzeug die ganze Welt umrundet. Sie war die erste Frau, der das gelang. Auf ihrer Reise hat sie viel erlebt. Doch manchmal war es gefährlich.

Über Ozeane und viele Länder, nur mit einem kleinen Flugzeug: Geraldine Mock flog ganz allein um die Welt. Sie war die erste Frau, die das schaffte, sagen Experten. Inzwischen ist Geraldine Mock 88 Jahre alt. Im Interview mit Julian Kutzim erzählt sie von schönen Stunden und brenzligen Situationen im Cockpit.

Wie haben Sie Ihren Alleinflug um die Welt geplant?

Geraldine Mock: Ich habe mehr als ein Jahr in die Vorbereitung gesteckt. Ich bin die Kilometer des Kurses wieder und wieder auf meinen Karten durchgegangen und habe den Flug bis ins Detail geplant. Ich träumte sogar davon.

Was haben Sie auf Ihre Reise mitgenommen?

Viel konnte ich nicht einpacken, weil es ja kaum Platz in meiner kleinen Cessna 180 gab. Ich hatte ein Kleid an und ein zweites Kleid als Ersatz dabei. Ansonsten natürlich eine Zahnbürste und solche Kleinigkeiten. Und natürlich eine Menge Karten, damit ich sehen konnte, wohin ich fliegen muss.

Sie waren insgesamt 29 Tage unterwegs. Sind Sie in dieser Zeit in gefährliche Situationen gekommen?

Mehrmals sogar. Der schlimmste Moment war, als im Flugzeug ein kleines Feuer ausgebrochen ist, während ich über die Wüste Sahara in Nordafrika geflogen bin. Es wurde durch einen Kabelbrand im Motor meines Funkgeräts verursacht und brannte direkt neben dem Sprit-Tank. Es war kein großes Feuer, aber ich konnte das verbrannte Kabel riechen. Zum Glück habe ich sofort herausgefunden, was es war, und das Funkgerät ausgeschaltet.

Und was war der schönste Moment Ihrer Reise?

Der schönste Moment war wohl, als ich beim Rückflug über den Ozean zum ersten Mal über das Funkgerät mit der Flugüberwachung in Kalifornien gesprochen habe. Da wusste ich, dass ich bald wieder zu Hause bin. Es war ein wunderbares Gefühl.

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