Klima : Für Eisbären viel zu warm

Das Eisbär-Mädchen lebt im Zoo  in Bremerhaven. In freier Natur schwindet der Lebensraum für Eisbären.
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Das Eisbär-Mädchen lebt im Zoo in Bremerhaven. In freier Natur schwindet der Lebensraum für Eisbären.

Die Erderwärmung macht den Tieren zu schaffen. Besonders Eisbären leiden darunter. Helfen kann der Mensch. Er muss sparsamer mit Energie umgehen.

svz.de von
20. März 2014, 14:42 Uhr

Man nennt sie auch Polarbären oder lateinisch: Ursus maritimus (Seebär). Eisbären sind Einzelgänger und die zweitgrößten Landraubtiere der Erde. Größer ist nur noch der Kodiakbär, eine Art Braunbär. Eisbärmännchen können eine Körperlänge von 2,7 Metern und ein Gewicht von 500 Kilogramm erreichen. Der schwerste bisher wog 1000 Kilo. Weibchen sind kleiner. Sie bekommen bis zu zwei Junge, die immer im Winter in einer Eishöhle geboren werden.

Das Eisbärenfell erscheint uns weiß. Das ist aber eine optische Täuschung, denn eigentlich ist es farblos, die Haare innen hohl. Das Sonnenlicht kann direkt auf die unter dem Fell liegende schwarze Haut des Eisbären gelangen und ihn wärmen. Nur die Nasenspitze und seine Fußballen haben kein Fell. Außerdem werden sie vor Kälte gut geschützt durch eine dicke Speckschicht. Die Bärentatzen dienen ihnen im Wasser als Paddel. Dadurch können sie sehr gut schwimmen. Eigentlich sind sie Allesfresser, ernähren sich aber am liebsten von Robben, Fischen und Seevögeln. Weltweit gibt es nur noch etwa 25 000 Eisbären. Sie wurden auch wegen ihrer Felle bejagt. Das ist jetzt verboten, nur den Bewohnern des Nordpols, den Inuits (Eskimos), ist es noch erlaubt.

Eisbären leben vor allem auf dem Packeis der Arktis. Dieses bedeckt das Polarmeer rund um den Nordpol. Da ihr Lebensraum immer mehr in Gefahr gerät, hat man sie als Symbol für den Klimawandel genommen. Wenn sich nämlich die Erdtemperatur immer mehr erhöht, schmilzt das Eis weiter und die Eisbären sterben aus. Wenn das Eis verschwunden ist, müssen viele ertrinken. Forscher sagen, dass schon im Jahre 2040 die Arktis im Sommer eisfrei sein könnte. Das Packeis ist nur noch halb so dick wie vor 20 Jahren. Es schmilzt früher im Frühling und gefriert später im Herbst. Das geschmolzene Wasser erhöht den Meeresspiegel, Küsten werden überflutet. Menschen und Tiere verlieren ihren Lebensraum.

Grund dafür ist das verschwenderische Verhalten von uns Menschen. Wir gehen leichtfertig mit den Energien unseres Planeten um. Das Erdklima erwärmt sich, wenn sich zu viel Kohlendioxid-Gas in der Erdatmosphäre ansammelt. Es entsteht zum Beispiel durch Autoabgase, Stromerzeugung und Müllverbrennung. Doch jeder kann helfen, das Klima und unseren Planeten zu retten.

Wir müssen viel sparsamer mit Energie umgehen. Energiesparlampen verwenden, weniger Müll erzeugen, die Heizungen herunterdrehen, Elektrogeräte ausschalten, weniger mit dem Auto fahren, Flugreisen vermeiden. Weniger Papier verbrauchen, denn stündlich werden für die Papierherstellung fußballfeldergroße Bereiche im Regenwald abgeholzt. Fangen wir doch gleich mal damit an!


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