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Junge Zeitung

20. Oktober 2017 | 07:24 Uhr

Natur : Früchte wie Igel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Dieser Baum gehört zum Herbst wie die Tanne zu Weihnachten. Kannst du raten, wie er heißt? Wir geben Tipps

Seine große Zeit ist im Herbst. Da werden viele Menschen wegen seiner Früchte auf ihn aufmerksam. Kinder sammeln sie sehr gern ein. Autofahrer ärgern sich, weil die harten Dinger auf ihre Autos plumpsen. Im Frühjahr dagegen wird der Baum von den meisten Leuten kaum beachtet. Dabei macht er in dieser Zeit etwas sehr Wichtiges.

Der Baum braucht im Frühling Bienen, damit sie den Nektar aus seinen Blüten saugen und ihn befruchten. So nennen es die Fachleute. Nur dann können im Herbst an dem Baum seine Früchte wachsen. Deshalb lockt er die Bienen mit seinen weiß-gelben Blüten an.

Diese wachsen übereinander an kleinen Stängeln. Fachleute sagen dazu Rispen. An einer Rispe können rund hundert einzelne, kleine Blüten wachsen. Sie ragen wie lange Kerzen nach oben.

Die leuchtende Farbe der Blüten ist wichtig. Die Bienen wissen, was sie bedeutet. Gelb heißt: Hier gibt es jede Menge Nektar, holt ihn euch! Der Baum gibt den Bienen aber auch Bescheid, wenn die Blüten leer gesaugt sind. Dann färben sich die Blüten rötlich. Das bedeutet: Spart euch den Flug, hier gibt es nichts mehr zu holen! Hast du schon eine Ahnung, um welchen Baum es sich handelt? Hier kommt noch ein Tipp: Die Blätter dieses Baumes erinnern an die Hand eines Menschen. Sie sehen aus, als hätten sie Finger. Sie sind größer als die Blätter vieler anderer Bäume.

Der Baum wächst in Deutschland in vielen Parks, Gärten und am Straßenrand. Menschen haben ihn dort gepflanzt, weil sie ihn so hübsch finden. Der Baum scheint sich bei uns zu Hause zu fühlen.

Eigentlich ist er aber aus anderen Gegenden eingereist: aus Südosteuropa und Kleinasien. Das ist heute etwa ein Teil der Türkei.

Brauchst du noch einen Tipp? Gerade jetzt im Herbst werden die Früchte des Baumes reif. In den Monaten September und Oktober plumpsen sie auf die Erde. Wenn du sie anfasst, musst du aufpassen.

Sie sind von außen stachelig, fast wie ein Igel. Das gilt aber nur für die grüne Schale.

Wenn du die Frucht auf den Boden wirfst, platzt die Schale auf. Von innen ist sie weiß und fühlt sich weich an, fast wie Gummi. In dieser Haut steckt die eigentliche Frucht. Sie glänzt, ist braun und glatt.

Rehe, Hirsche und Wildschweine futtern die braunen Dinger sehr gerne.

Jetzt hast du das Rätsel gelöst, oder? Es geht um den Kastanienbaum.

Fachleute sagen zu ihm Rosskastanie.

Autorin: Silke Fokken

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