Das Thema : Elaiza hat Angst vor Regen

Elaiza Cinco, 10, vor ihrem Haus: Die ganze Familie muss sich ein Zimmer teilen.
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Elaiza Cinco, 10, vor ihrem Haus: Die ganze Familie muss sich ein Zimmer teilen.

Ein Jahr nach dem schlimmen Wirbelsturm: Für viele Kinder auf den Philippinen ist alles anders als vorher

Elaiza Cinco schwimmt am liebsten mit ihren Freunden im Meer. Das zehnjährige Mädchen lebt in San Roque, einem Dorf am Strand auf den Philippinen. Das ist ein Land im Pazifischen Ozean. Es besteht aus einer Menge Inseln. Elaiza ist braun gebrannt und kichert, als sie barfuß durch den Sand läuft. Sie erzählt, warum sie so gern schwimmen geht: „In unserem Haus ist es jetzt sehr heiß, und es gibt keine Bäume mehr, die Schatten spenden. Das Wasser ist sehr erfrischend.“

Vor einem Jahr zog ein heftiger Wirbelsturm über ihr Dorf, ein Taifun. Er riss Bäume aus und zerstörte viele Häuser. Auch das Haus, in dem Elaiza mit ihren Eltern und zwei Geschwistern gelebt hatte. Elaiza wirkt sehr ernst, wenn sie von ihrer Familie erzählt und dem Leben, das sie seit dem Sturm führen muss. „Wir hatten ein sehr schönes Haus“, sagt sie. „Ich hatte mein eigenes Zimmer.“ Das jetzige Haus sei hässlich und die ganze Familie müsse sich ein Zimmer teilen. „Außerdem kriege ich Angst, wenn es sehr stark regnet.“ Elaiza wird dann nervös, denn sie fürchtet sich vor einem neuen Wirbelsturm.

So wie ihr geht es vielen Kindern auf den Philippinen, berichtet die Hilfsorganisation Save the Children. Das heißt auf Deutsch: Rettet die Kinder. Ein Beispiel ist der neun Jahre alte Axel Kent Barbasan. Er lebt in der Stadt Dulag auf der Insel Leyte. In dem Gebiet, wo Axel wohnt, richtete der Sturm besonders schwere Schäden an.

Den Helfern von Save the Children erzählte Axel, was er sah: „Nach dem Taifun waren überall zerstörte Häuser. Ich habe tote Menschen gesehen“, berichtet er. „Unser Haus war weg, es war völlig zerstört.“ Das Haus der Familie ist immer noch nicht repariert und sie leidet große Not. „Manchmal haben wir kein Geld oder Essen.“ Es wird noch dauern, bis die Menschen im Taifun-Gebiet wieder ein normales Leben führen können. Das weiß auch Elaiza: „Meine Eltern tun alles, was sie können, aber manchmal ist es nicht genug.“ Sie wünscht sich, dass ihre Schule wieder aufgebaut wird. Derzeit drängen sich die Schüler in Klassenzimmern, die nur für den Übergang auf die Schnelle aufgebaut wurden. Viele Stunden fallen aus.

Doch Elaiza hat Hoffnung für ihre Zukunft. „Ich will Lehrerin werden, wenn ich erwachsen bin“, sagt sie. „Dann kann ich anderen Kindern helfen.“

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