Natur : Eintauchen in eine andere Welt

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Bunte Fische, riesige Schildkröten und sogar Haie – das alles kann man im Great Barrier Reef sehen

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10. März 2015, 23:42 Uhr

Endlich geht es ins Wasser! Das Schiff hat auf der Fahrt ganz schön geschaukelt. Doch jetzt freuen sich alle aufs Schnorcheln. Das Schiff liegt vor der Nordostküste Australiens. Von hier aus erstreckt sich ein riesiges Korallenriff: das Great Barrier Reef.

Korallen sind besondere Tiere, die im warmen Wasser der Tropen leben. Sie sind so etwas wie die Baumeister der Meere. Weil ihre Skelette aus Kalk sind, können sie mit der Zeit Riffe bauen. In den Nischen und Mulden von Riffen leben unzählige Krebse, Seesterne und Muscheln. Viele Fische suchen dort Nahrung oder nutzen die Korallen als Brutstätte. Diese einzigartige Unterwasserwelt wollen wir uns aus der Nähe anschauen.

Ein Fachmann zeigt uns, wie wir die Flossen anziehen, die Taucherbrille richtig aufsetzen und den Schnorchel zum Atmen anlegen. Außerdem tragen wir einen speziellen Gummi-Anzug, damit uns im Wasser nicht zu schnell kalt wird.

Dann geht es hinein ins Meer. Wir tauchen den Kopf ins Wasser ein, um nach unten zu schauen. Schon nach wenigen Metern sehen wir die ersten Korallen. Spitz wie kleine Berge ragen sie nach oben.

„Ich zeige euch etwas“, sagt unser Schnorchel-Führer und taucht ein Stück hinab. Er wedelt seine Hand unter Wasser hin und her, sodass eine Seeanemone sich schneller bewegt. Plötzlich lugt ein kleiner roter Fisch mit weißen Streifen hervor. Es ist ein Clownfisch. Diese Tiere leben zwischen den Fangarmen von Seeanemonen.

Wir schauen zur Seite und sehen einen riesigen Schwarm Fische – rot, gelb, blau oder sogar bunt wie ein Regenbogen. Von der Seite taucht ein Schatten auf. Die kleinen Tierchen flitzen weg. Ein gewaltiger grün-blauer Fisch schwimmt gemächlich heran. Es ist ein Napoleonfisch, einer der größten Bewohner des Riffs.

Plötzlich ertönt ein Signal vom Schiff. Das bedeutet, dass unsere Schnorchel-Tour zu Ende ist. Schade, wir hätten den Bewohnern des Riffs noch lange zuschauen können.

So wie wir kommen Millionen Menschen aus der ganzen Welt zum Great Barrier Reef. Doch das Paradies ist gefährdet. Forscher sagen: Das Riff ist in den letzten 30 Jahren um mehr als die Hälfte geschrumpft. Das habe verschiedene Gründe. Schlecht sei zum Beispiel, dass die Temperatur der Meere steige. Dadurch erbleichen viele Korallen und sterben ab. Auch heftige Stürme und gefräßige Seesterne seien für das Sterben des Riffs verantwortlich. Umweltschützer tun deshalb viel, um es zu schützen.

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