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Junge Zeitung

18. Dezember 2017 | 02:25 Uhr

Handel : Einkaufen im Supermarkt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sie heißen Aldi, Lidl, Rewe, Penny, Netto, Kaufland oder Edeka. In vielem sind sich die Märkte sehr ähnlich.

svz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 15:12 Uhr

Es ist Montagmorgen. Viele Kunden schieben schon ihre Einkaufswagen durch den Supermarkt. Einige Angestellte sind noch dabei, die Regale mit neuen Produkten aufzufüllen. Andere sortieren Kartons – und natürlich sind auch die Kassen mit Verkäufern besetzt.

„Wir müssen rund um die Uhr den Supermarkt in Schuss halten“, erklärt Sygun Schliebe. Sie ist die Leiterin eines riesigen Supermarktes in Berlin. Die Mitarbeiter dort sorgen dafür, dass alles an seinem Platz landet. Die Kunden wollen nämlich nicht lange suchen. Und die Supermärkte wollen natürlich, dass die Leute viel bei ihnen einkaufen. Zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Tina Wanke stellt Sygun Schliebe ihren Supermarkt vor. Die beiden wissen ganz genau, warum die Märkte so aussehen, wie sie aussehen. Denn hier wird kaum etwas dem Zufall überlassen. Wer einen Supermarkt betritt, stößt für gewöhnlich zunächst auf eine bunte Palette mit Obst und Gemüse. „Das Obst ist ein Zeichen für Frische“, erklärt Tina Wanke. Damit sollen die Leute schon durch das Schaufenster in den Laden gelockt werden. Saftiges Obst sieht eben schöner aus, als ein Regal voller Dosen-Mais und saurer Gurken im Glas. „Es soll schön bunt aussehen“, sagt Tina Wanke.

Hinter der Obst- und Gemüse-Abteilung kommen oft die Backwaren. Hier gibt es Brot, Brötchen und Kuchen. All das, was die meisten Leute jeden Tag einkaufen. Die Verkäufer versuchen, ihre Kunden durch den Tag zu begleiten. „Die Leute denken zuerst daran, was sie morgens frühstücken wollen“, sagt Sygun Schliebe. „Meistens ist das Toastbrot. Danach denken sie an das, was sie sich auf das Brot schmieren oder legen wollen.“ Was mag das wohl sein? Na klar: Marmelade, Butter, Käse, Wurst. Alles steht in vielen Märkten ganz in der Nähe der Backwaren. Frische Milch, Joghurt, Käse und Wurst hält man in großen Kühlschränken oder Theken frisch.

Auch an der Kasse selbst sind noch viele Produkte zu finden. Neben den Zeitschriften gibt es Eis in einer Tiefkühltruhe, Schokoriegel, Bonbons und auch Kaugummis. „Das sind sogenannte Impuls-Artikel. Dinge, die man beim Einkauf gerne mal vergisst“, sagt Sygun Schliebe. Oder auch Dinge, die schon auf dem Heimweg mal eben weggefuttert werden.

Es gibt sogar ein lustiges Wort für solche Sachen. Manche nennen sie „Quengel-Ware“. Eltern stecken sie noch fix mit ein, wenn ihre Kinder beim Anstehen an der Kasse quengeln. Nun noch schnell alles auf das Warenband gelegt, bezahlt, in den Einkaufskorb gepackt – und ab nach Hause. An diesen Ablauf sind die Leute bei ihrem Einkauf im Supermarkt gewöhnt.

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