Religion : Eine Woche mit Kar

Manche Menschen schmücken ihren Osterstrauch erst Ostersonntag. Denn erst dann beginnt das Osterfest für sie.
Manche Menschen schmücken ihren Osterstrauch erst Ostersonntag. Denn erst dann beginnt das Osterfest für sie.

Von der Trauer zur Freude: Was die Tage vor dem Osterfest im christlichen Glauben bedeuten

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27. März 2015, 23:24 Uhr

Die Woche vor Ostern ist für Christen eine traurige Zeit. Sie nennen sie Karwoche. An diesen Tagen erinnern sie sich an Ereignisse aus der Bibel. Das ist ihr wichtigstes Glaubensbuch.

Was bedeutet die Silbe „kar“? „Chara“ meint Trauer oder Klage in einer uralten Sprache. Die Karwoche startet mit dem Sonntag vor Ostern, dem Palmsonntag. „An diesem Tag bereiten sich die Christen auf das Kommende vor“, sagt eine Religionslehrerin aus Hamburg.

In der Bibel steht: Jesus, der Sohn Gottes, kam an diesem Tag in die Stadt Jerusalem. Die Menschen priesen ihn wie einen König. Das soll vor rund 2000 Jahren gewesen sein.

Jesus war gekommen, um mit seinen Freunden das jüdische Pessach-Fest zu feiern. Aber er gab dem Fest eine andere Bedeutung, erklärt die Fachfrau. Jesus wollte zeigen, dass es einen neuen Bund zwischen Gott und den Menschen gibt. Ein Freund verriet ihn jedoch.

Soldaten nahmen Jesus gefangen und steckten ihn ins Gefängnis. Das alles geschah am Gründonnerstag. Der Tag hat nichts mit der Farbe Grün zu tun, sondern mit „greinen“ für weinen oder wehklagen.

Am nächsten Tag stand Jesus vor Gericht, wurde zum Tode verurteilt und mit zwei anderen gekreuzigt. Er starb. Daran erinnert der Karfreitag.

Nach seinem Tod wurde Jesus in ein Grab gelegt. Deswegen ist der Ostersamstag oder Karsamstag für Christen ein stiller Tag, sagt die Expertin. In der Nacht zum Sonntag endet die Karwoche.

Dann beginnt ein Freudentag für die Christen. Sie glauben: An Ostersonntag ist Jesus von den Toten auferstanden. Mit dem Osterfest zeigen sie ihre Freude darüber.

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