Kunst : Eine starke Frau: Frida Kahlo

Selbstportrait: Frida Kahlo malte sich gern mit Tieren.
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Selbstportrait: Frida Kahlo malte sich gern mit Tieren.

Sie ist die berühmteste Malerin Lateinamerikas. Obwohl sie ihr Leben lang Schmerzen hatte, gab sie nie auf.

Die Staffelei aus Holz steht am Fenster. Daneben sind viele Pinsel und eine Farbpalette – und davor ein Rollstuhl. Die Staffelei ist extra etwas niedriger, damit man sie auch im Sitzen gut erreichen kann. Es ist die Staffelei von Frida Kahlo, einer berühmten Malerin. Sie wurde vor mehr als 100 Jahren in Mexiko-Stadt geboren. Das ist die Hauptstadt von Mexiko.

Nicht nur wegen ihrer Bilder ist Frida Kahlo heute auf der ganzen Welt bekannt. Sie musste ihr Leben lang Schmerzen und etliche Krankheiten ertragen. Trotzdem gab sie nie auf. Viele Leute sehen Frida Kahlo deshalb als sehr starke Frau und als ein Vorbild.

Als Frida Kahlo sechs Jahre alt war, wurde sie sehr krank. Sie hatte Kinderlähmung. Fast ein Jahr lang musste das Mädchen im Bett liegen. Danach war ihr rechtes Bein dünner und etwas kürzer als das andere. Trotzdem machte Frida viel Sport und kämpfte sich zurück.

Kurz nach ihrem 18. Geburtstag wollte Frida Kahlo Medizin studieren. Doch ein schlimmer Unfall mit einem Bus, in dem sie saß, durchkreuzte ihre Pläne. Die junge Frau überlebte schwer verletzt.

Wieder verbrachte sie viel Zeit im Krankenhaus. Doch Frida gab nicht auf. Sie soll zu ihrer Mutter gesagt haben: „Ich bin nicht gestorben und außerdem habe ich etwas, wofür es sich zu leben lohnt.“ Denn als seine Tochter im Krankenhaus lag, hatte ihr Vater eine Idee. Er wollte sie ablenken und brachte ihr eine Staffelei und Pinsel ans Krankenbett. Da fing Frida Kahlo an zu malen. Das Malen wurde für sie mehr als nur Ablenkung. Es war ihre große Leidenschaft und ein Trost.

In ihrem Leben wurde Frida Kahlo oft operiert. Wenn sie ins Krankenhaus musste, nahm sie Pinsel und Farben mit. Später wurde ihr das kranke Bein abgenommen. Trotzdem galt sie als fröhliche Frau. Sie engagierte sich politisch, hatte viele Freunde und feierte gern. Aber sie ahnte auch immer, dass ihr kranker Körper nicht alt wird.

Die letzten Jahre ihres Lebens saß die Künstlerin im Rollstuhl. Aber wann immer sie konnte, schob sie ihn vor die Staffelei und malte. Und sie versteckte sich nicht. Obwohl es Frida Kahlo schlecht ging, kam sie ein Jahr vor ihrem Tod zu ihrer ersten großen Ausstellung in Mexiko-Stadt. Weil sie damals nur liegen konnte, ließ sie sich eben in ihrem Bett dorthin tragen. Im Juli 1954 starb Frida Kahlo mit 47 Jahren.

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