Gesundheit : Eine sehr gefährliche Droge

Proben der synthetischen Droge Crystal Meth: Das Gefährliche ist, dass die Menschen schnell von Crystal abhängig werden. Das heißt, sie haben das Gefühl, die Droge immer und immer wieder nehmen zu müssen.
Proben der synthetischen Droge Crystal Meth: Das Gefährliche ist, dass die Menschen schnell von Crystal abhängig werden. Das heißt, sie haben das Gefühl, die Droge immer und immer wieder nehmen zu müssen.

Nach einem kurzen Hoch kommt ein schlimmes Tief: Crystal Meth zerstört den Körper

svz.de von
08. Juli 2014, 16:52 Uhr

Erst fühlen sich die Menschen wie ein Superheld. Sie sind überglücklich, der Körper ist fit, sie können viel arbeiten, haben keinen Hunger und sind nicht müde. Doch bald ändert sich dieses Gefühl schlagartig: Sie fühlen sich traurig, unwichtig, sind müde und kriegen nichts mehr erledigt. So geht es Menschen, die eine gefährliche Droge nehmen: Crystal Meth (gesprochen: krisställ mäs).

Schon seit längerer Zeit warnen Fachleute davor, dass die Droge in manchen Gegenden in Deutschland immer häufiger vorkommt. In dieser Woche stellte eine Politikerin einen Bericht vor, in dem es auch um Crystal ging.

Das Gefährliche ist, dass die Menschen schnell von Crystal abhängig werden. Das heißt, sie haben das Gefühl, die Droge immer und immer wieder nehmen zu müssen. „Schlimm ist, dass Crystal Gehirn-Zellen zerstören kann. Menschen können nicht mehr richtig denken und fühlen. Die kaputten Gehirnzellen erholen sich nicht mehr“, erklärt Fachmann Karl-Peter Ittner.

Zudem sehen die Abhängigen nach einiger Zeit schlimm aus: „Sie haben Hautausschläge und kaputte Zähne. Die Menschen haben kein Gefühl mehr für ein normales Leben: Sie schlafen nicht mehr richtig, essen kaum noch und waschen sich nicht mehr“, sagt der Experte. Doch die Menschen zerstören nicht nur ihren Körper, sondern alles darum herum: „Irgendwann sind die Abhängigen nur noch damit beschäftigt, an die Droge zu kommen“, erklärt Karl-Peter Ittner. „Die Abhängigen interessieren sich nicht mehr für Freunde, ihre Familie oder ihre Arbeit.“ Allein kommen die Menschen nicht von Crystal los, sagt der Experte. Sie brauchen ihre Familie, Ärzte und eine besondere Betreuung. „Sie müssen lernen, wieder regelmäßig zu schlafen, zu essen, sich zu waschen und aufzuräumen. Sie müssen eigentlich ihr Leben wieder ganz neu lernen.“

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